Deutsche Tageszeitung - Deutlich mehr Drogentote in Deutschland während Pandemie

Deutlich mehr Drogentote in Deutschland während Pandemie


Deutlich mehr Drogentote in Deutschland während Pandemie
Deutlich mehr Drogentote in Deutschland während Pandemie / Foto: ©

Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland während der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 1581 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), am Donnerstag in Berlin mitteilte. 2019 waren 1398 Drogentote registriert worden.

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Haupttodesursache war wie in den Vorjahren vor allem der Konsum von Opioiden wie Heroin und Opiaten beziehungsweise deren Konsum in Verbindung mit anderen Stoffen. Daran starben 572 Menschen. Die zweihäufigste Todesursache waren Langzeitschäden durch den Drogenkonsum.

Die Vergiftungen im Zusammenhang mit anderen Stoffen als Opioiden und Opiaten stiegen um 6,3 Prozent. Auch die Todesfälle in Verbindung mit Kokain und Crack nahmen um ein Drittel zu.

Die Hilfe für schwerstabhängige Menschen ist Ludwig zufolge durch die Pandemie in eine Ausnahmesituation geraten. "Die Lage ist für suchtkranke Menschen durch die Pandemie mehr denn je dramatisch", erklärte die Bundesdrogenbeauftragte. Gewohnte Strukturen, persönliche Hilfsangebote und Ansprechpartner seien praktisch von einem Tag auf den anderen weggebrochen. Dies könne ein Grund dafür sein, dass sich mehr Drogenkonsumenten als in den Jahren zuvor das Leben genommen haben.

Die meisten Drogentoten wurden demnach wieder in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (401 Tote) und Bayern (248 Tote) sowie in Berlin (216 Tote) registriert.

(Y.Leyard--DTZ)

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