Deutsche Tageszeitung - Ägypten erlässt acht Haftbefehle nach Zugunglück

Ägypten erlässt acht Haftbefehle nach Zugunglück


Ägypten erlässt acht Haftbefehle nach Zugunglück
Ägypten erlässt acht Haftbefehle nach Zugunglück / Foto: ©

Nach dem tödlichen Zugunglück vom vergangenen Freitag hat die ägyptische Staatsanwaltschaft am Montag Untersuchungshaft für acht mutmaßlich Verantwortliche angeordnet. Sie wirft den beiden Zugführern und ihren beiden Assistenten und vier Vertretern der Verkehrsüberwachung vor, für das Unglück südlich von Kairo verantwortlich zu sein. Nach Angaben von Sicherheits- und Justizvertretern wurden sie bereits am Wochenende festgenommen.

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Bei dem Unglück im 460 Kilometer südlich von Kairo gelegenen Bezirk Tahta waren laut Staatsanwaltschaft 18 Menschen ums Leben gekommen. Zuvor war von mindestens 32 Toten die Rede gewesen. Die Zahl der Verletzten gab die Staatsanwaltschaft mit 200 an. Sie erlitten demnach vor allem Knochenbrüche.

Zwei Schnellzüge waren am Freitag auf der Weg von Luxor nach Alexandria beziehungsweise von Assuan nach Kairo zusammengestoßen. Der Aufprall war so gewaltig, dass ein Waggon in die Luft geschleudert wurde. Präsident Abdel Fattah al-Sisi kündigte harte Strafen für die Verantwortlichen an. Transportminister Kamel al-Wasir sprach bereits am Samstag von menschlichem Versagen.

In Ägypten gab es in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von schweren Zugunglücken. Beim schwersten derartigen Unglück in der Geschichte des Landes wurden 2002 mehr als 370 Menschen getötet, als in einem Zug südlich von Kairo ein Feuer ausbrach. Im Februar 2019 starben mehr als 20 Menschen, als ein Zug im Kairoer Hauptbahnhof entgleiste und in Brand geriet.

(W.Uljanov--DTZ)

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