Deutsche Tageszeitung - Indien meldet mit 116.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden neuen Höchststand

Indien meldet mit 116.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden neuen Höchststand


Indien meldet mit 116.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden neuen Höchststand
Indien meldet mit 116.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden neuen Höchststand / Foto: ©

Indien hat mit knapp 116.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Nachdem bereits mehrere Bundesstaaten angesichts der stark steigenden Fallzahlen ihre Corona-Beschränkungen verschärft haben, zogen am Mittwoch auch die Bundesstaaten Gujarat und Punjab nach Behördenangaben nach. Der Impfstoff-Produzent Serum Institute of India bat derweil die Zentralregierung um finanzielle Unterstützung.

Textgröße ändern:

Im westlichen Bundesstaat Gujarat wurde die nächtliche Ausgangssperre nach Angaben von Regierungschef Vijay Rupani auf 20 Städte ausgeweitet, und größere Versammlungen wurden verboten. Auch in Punjab wurden politische Versammlungen untersagt und die nächtliche Ausgangssperre auf den gesamten Bundesstaat ausgeweitet. Zudem wurde die Zahl der Gäste auf Beerdigungen und Hochzeiten in geschlossenen Räumen auf 50 und im Freien auf 100 begrenzt.

Der am schlimmsten betroffene Bundesstaat Maharashtra und die indische Hauptstadt Neu Delhi hatten ihre Corona-Maßnahmen bereits zuvor verschärft. Die indische Zentralregierung hat bisher aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen einen landesweiten Lockdown vermieden, wie er im März des vergangenen Jahres angeordnet worden war.

Indien ist mit mehr als 12,8 Millionen Infektionsfällen der am drittstärksten betroffene Staat weltweit hinter den USA und Brasilien. Mehr als 166.000 Menschen starben in dem bevölkerungsreichen Land an oder mit einer Coronavirus-Infektion.

Bislang wurden in Indien rund 87 Millionen Impfdosen verabreicht. Wegen des großen Bedarfs hat die Zentralregierung den Export von Impfdosen des Herstellers Serum Institute of India (SII) eingeschränkt. Dadurch ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in finanzielle Schieflage geraten.

Die Anordnung der Regierung habe dazu geführt, dass die Produktionskapazitäten des SII "sehr unter Druck stehen", sagte der Leiter des Unternehmens, Adar Poonawalla, dem Sender NDTV am Dienstagabend. "Die Welt braucht diesen Impfstoff, und wir priorisieren im Moment den Bedarf in Indien. Aber wir sind immer noch nicht in der Lage, jeden Inder, der ihn braucht, zu versorgen."

Das SII benötige nun zusätzliche 30 Milliarden Rupien (339 Millionen Euro), um seine Kapazitäten zu erhöhen. Ursprünglich hätte die Produktionssteigerung durch den Export ins Ausland finanziert werden sollen, erklärte der SII-Chef. Durch die Exportbeschränkungen sei dies nicht mehr möglich.

Das Unternehmen stellt täglich mehr als zwei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca unter dem Namen Covishield her. Innerhalb Indiens wird das Vakzin zu einem subventionierten Preis von etwa 150 Rupien verkauft, der deutlich unter dem Exportpreis liegt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

BUND kritisiert Lockerung von Sonntagsfahrverbot für Lkw - BDI begrüßt es

Die Umweltorganisation BUND hat die Lockerung des Fahrverbots für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen scharf kritisiert - begrüßt wurde dies dagegen vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Es sei keine Lösung, wegen des Niedrigwassers in Flüssen "den Schiffstransport jetzt durch hunderte oder tausende Lkw-Fahrten zu ersetzen", sagte der BUND-Chef Olaf Bandt der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Dies werde "Menschen und Klima" belasten.

Rechter Hardliner De la Espriella als Kolumbiens Präsident vereidigt

Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella ist als neuer Präsident Kolumbiens vereidigt worden. Der 48-jährige Verbündete von US-Präsident Donald Trump legte am Freitag in der südwestkolumbianischen Großstadt Cali den Amtseid ab und trat damit die Nachfolge des linken Präsidenten Gustavo Petro an. De la Espriella will unter anderem den Kampf gegen Guerillagruppen und den Drogenhandel im Land deutlich verschärfen und die Beziehungen zu den USA wieder ausbauen.

Eurojackpot geknackt: Mehr als 32 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen

Ein Glückspilz aus Nordrhein-Westfalen hat den Eurojackpot geknackt und mehr als 32 Millionen Euro gewonnen. Wie die Westdeutsche Lotterie am Freitag mitteilte, bekommt die Gewinnerin oder der Gewinner 32.658.025 Euro. Die richtigen Gewinnzahlen lauteten eins, drei, sechs, 13 und 23, mit den Eurozahlen fünf und sieben.

US-Berufungsgericht bestätigt Aussetzung von Trumps umstrittenen Ballsaal-Plänen

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem umstrittenen Ballsaal-Projekt neben dem Weißen Haus eine weitere juristische Schlappe hinnehmen müssen. Ein Bundesberufungsgericht bestätigte am Freitag die im April von einem Richter angeordnete Aussetzung der Bauarbeiten. Es begründete sein Urteil mit der fehlenden Zustimmung des Kongresses und gab der US-Regierung zwei Wochen Zeit, um gegebenenfalls den Obersten Gerichtshof anzurufen.

Textgröße ändern: