Deutsche Tageszeitung - Pariser Polizei lässt "Untergrund-Restaurants" auffliegen

Pariser Polizei lässt "Untergrund-Restaurants" auffliegen


Pariser Polizei lässt "Untergrund-Restaurants" auffliegen
Pariser Polizei lässt "Untergrund-Restaurants" auffliegen / Foto: ©

Inmitten einer Affäre um "Corona-Diners" in Paris, an denen angeblich auch Regierungsmitglieder teilgenommen haben sollen, hat die Polizei zwei Geheim-Restaurants auffliegen lassen. In Paris nahm sie in der Nacht zum Samstag den Manager eines "Untergrund-Restaurants" fest, der trotz der Schließung wegen der Pandemie heimlich Essen angeboten hatte. Auch der Organisator des Diners wurde festgenommen, die über 110 Gäste mussten Strafe zahlen.

Textgröße ändern:

Stunden zuvor hatten Polizisten einen Lunch in einem weiteren Geheimrestaurant in Saint-Ouen am Stadtrand von Paris vorzeitig beendet. Nach Angaben des Senders BFMTV und der Polizei wurden der Betreiber festgenommen und die 62 Gäste ebenfalls mit Bußgeld belegt.

Seit einem Bericht des privaten Fernsehsenders M6 über mutmaßliche heimliche Luxus-Essen sorgen die sogenannten Untergrund-Restaurants für Wohlhabende in Frankreich für Schlagzeilen. Bilder zeigten unter anderem ein "Untergrund-Restaurant", in dem weder die Bedienung noch die unkenntlich gemachten Gäste Masken trugen.

In dem TV-Bericht hatte der Besitzer des Veranstaltungsorts "Palais Vivienne", Pierre-Jean Chalençon, als einer der Organisatoren zunächst anonym über die Abende berichtet und behauptet, in mehreren Geheim-Restaurants Regierungsmitglieder getroffen zu haben. Inzwischen spricht er allerdings von einem "Aprilscherz".

Nach dem Bericht hatte die Justiz Ermittlungen aufgenommen. Am Freitag wurden Chalençon und der bekannte Prominenten-Koch Christophe Leroy von den Ermittlern vernommen. Eine Teilnahme von Ministern an illegalen Diners ließ sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft bisher aber nicht nachweisen.

Dennoch rief Präsident Emmanuel Macron alle Teilnehmer der Kabinettssitzung diese Woche laut einem Regierungssprecher auf, "vorbildlich zu sein". Wegen der Pandemie sind die Restaurants in Frankreich seit Ende Oktober geschlossen.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Flugstreichungen und Evakuierungen: Taifun "Dolphin" in Ostchina auf Land getroffen

Mit heftigem Wind ist der Taifun "Dolphin" im dicht besiedelten Osten Chinas auf Land getroffen. Am frühen Sonntagabend (Ortszeit) bewegte sich das Zentrum des Wirbelsturms bei höchster Warnstufe über die Küstenregion der Provinz Zhejiang, wie Chinas Nationales Meteorologisches Zentrum mitteilte. Im Vorfeld waren fast 2000 Flüge in der Region gestrichen worden, zehntausende Menschen wurden evakuiert. In Japan wurden sieben Menschen verletzt.

Verdacht auf illegales Rennen: Zwei Tote nach Motorrad-Unfall in Köln

Mutmaßlich bei einem illegalen Rennen sind in Köln in der Nacht zu Sonntag ein Motorradfahrer und sein Beifahrer ums Leben gekommen. Der Fahrer eines zweiten Motorrads kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wie die Polizei in der Domstadt mitteilte. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein.

Amtsantritt von Kolumbiens Staatschef De la Espriella von Gewalt überschattet

Der Amtsantritt von Kolumbiens Staatschef Abelardo de la Espriella ist am Wochenende von Gewalt überschattet worden. Einen Tag nach der Vereidigung des rechten Hardliners wurden am Samstag an verschiedenen Orten des südamerikanischen Landes zwei Bombenanschläge verübt, wie die Armee mitteilte. Für einen der Anschläge machte das Militär abtrünnige Guerillakämpfer verantwortlich. De la Espriella verurteilte die Anschläge scharf. Zuvor hatte er seine Absicht bekräftigt, wieder für "Ordnung" zu sorgen.

Taifun "Dolphin": Flugausfälle, Evakuierung und höchste Warnstufe in China

China rüstet sich für Taifun "Dolphin": Vor der für Sonntagabend oder Montagmorgen erwarteten Ankunft im dicht besiedelten Osten des Landes sind bereits mehr als 1000 Flüge gestrichen worden, zehntausende Menschen wurden evakuiert. Chinas Nationales Meteorologisches Zentrum gab am Sonntag eine Taifun-Warnung der höchsten Stufe heraus. "Dolphin" hatte in den vergangenen Tagen bereits heftigen Regen und starke Winde über die japanische Insel Okinawa gebracht, sieben Menschen wurden verletzt.

Textgröße ändern: