Deutsche Tageszeitung - Kambodschas Regierungschef zur Corona-Krise: "Wir stehen an der Schwelle des Todes"

Kambodschas Regierungschef zur Corona-Krise: "Wir stehen an der Schwelle des Todes"


Kambodschas Regierungschef zur Corona-Krise: "Wir stehen an der Schwelle des Todes"
Kambodschas Regierungschef zur Corona-Krise: "Wir stehen an der Schwelle des Todes" / Foto: ©

Angesichts der massiven Ausbreitung des Coronavirus in Kambodscha hat sich Regierungschef Hun Sen mit einem dramatischen Appell an die Bevölkerung gewandt. "Bitte mein Volk - vereint Eure Bemühungen, dieses gefährliche Ereignis zu beenden", sagte Hun Sen, der seit vielen Jahren in dem südostasiatischen Land herrscht, in einer Videobotschaft, die am Mittwochabend im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. "Wir stehen bereits an der Schwelle des Todes."

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Wenn die Kambodschaner sich jetzt nicht im Kampf gegen die Pandemie "die Hand reichen, werden wir auf den wirklichen Tod zusteuern", warnte Hun Sen die Bürger. Seit Februar, als zunächst ein Ausbruch unter chinesischen Einwanderern festgestellt worden war, breitet sich das neuartige Coronavirus massiv in Kambodscha aus.

In der Hauptstadt Phnom Penh gibt es nach Behördenangaben seit vergangener Woche nicht mehr genügend Krankenhausbetten zur Behandlung der Infizierten. Schulen und Festhallen wurden in Lazarette umgewandelt. Regierungschef Hun Sen drohte Quarantäne-Brechern in seinem Land mit Gefängnisstrafen.

Am Mittwochabend trat ein zweiwöchiger Lockdown für Phnom Penh und die nahegelegene Stadt Ta Khmau in Kraft. Die mehr als zwei Millionen Einwohner der beiden Städte dürfen nun nur noch das Haus verlassen, um ein Krankenhaus aufzusuchen oder Medikamente zu besorgen. Pro Haushalt dürfen nur zwei Menschen Lebensmittel einkaufen gehen. Zwischen den beiden Städten errichtete die Polizei am Donnerstag eine Sperre, zahlreiche Motorrollerfahrer wurden gestoppt.

(Y.Leyard--DTZ)

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