Deutsche Tageszeitung - Queen ordnet Zivilkleidung für Royals bei Bestattung von Prinz Philip an

Queen ordnet Zivilkleidung für Royals bei Bestattung von Prinz Philip an


Queen ordnet Zivilkleidung für Royals bei Bestattung von Prinz Philip an
Queen ordnet Zivilkleidung für Royals bei Bestattung von Prinz Philip an / Foto: ©

Die britische Königsfamilie wird bei der Bestattung von Prinz Philip Zivilkleidung tragen. Trotz des starken militärischen Charakters der Zeremonie ordnete Königin Elizabeth II. an, dass alle männlichen Royals statt ihrer Militäruniformen Anzüge tragen müssen, wie der Buckingham-Palast am Donnerstag erklärte. Medienberichten zufolge will sie damit vor allem ihrem Enkel Prinz Harry die Peinlichkeit ersparen, als Einziger ohne Uniform an der Trauerfeier teilnehmen zu müssen.

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Prinz Harry ist für die Bestattung seines Großvaters aus den USA, wo er mit seiner Familie lebt, nach Großbritannien zurückgekehrt. Mit seinem überraschenden Rückzug aus der ersten Reihe der Royals wurden dem 36-jährigen Queen-Enkel, der zwei Mal in Afghanistan gedient hatte, alle militärischen Titel entzogen. Bei der Trauerfeier hätte er somit nur einen Anzug mit seinen Dienstorden tragen dürfen.

Palast-Vertreter bestätigten nun, dass alle männlichen Mitglieder der Königsfamilie bei der Beerdigung Anzüge tragen werden.

Mit ihrer Entscheidung beendete die Queen nach Informationen der "Sun" auch eine weitere Streitfrage über den Wunsch ihres zweitältesten Sohns Andrew, bei der Trauerfeier in Admiralsuniform aufzutreten. Der Prinz sollte zu seinem 60. Geburtstag den Ehrenrang eines Admirals erhalten, doch wurde seine Ernennung aufgrund seiner umstrittenen Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf Eis gelegt.

Nach Informationen der "Sun" hätte es in der Marine "ernsthaften Unmut" gegeben, hätte der inzwischen 61-Jährige an seinen Plänen festgehalten. Dem "Daily Telegraph" und der "Sun" zufolge gab es wegen der Uniformfrage "heftige Diskussionen" innerhalb der Königsfamilie, bis die Queen "persönlich eingeschritten" sei.

Prinz Philip wird am Samstag nach einer Trauerfeier in der auf dem Gelände von Schloss Windsor gelegenen St. George’s Chapel bestattet. Aufgrund der Corona-Beschränkungen dürfen nur 30 Gäste an der Zeremonie teilnehmen, darunter die engsten Familienmitglieder.

Vor der Trauerfeier wird Prinz Philips Sarg in einem speziell für diesen Zweck entworfenen Land Rover von der Privatkapelle in Schloss Windsor, wo er aufgebahrt ist, zur St. George’s Chapel gefahren. Der olivgrüne Land Rover Defender TD5, der am Donnerstag offiziell vorgestellt wurde, wurde nach Philips Vorgaben umgebaut und mit einer offenen Ladefläche für den Sarg ausgestattet.

Die Queen wird dem Geländewagen in einem Bentley folgen, andere Mitglieder der Königsfamilie folgen dem Sarg zu Fuß. Prinz Harry und sein Bruder William werden dabei allerdings nicht Seite an Seite gehen, wie der Palast am Donnerstag mitteilte. Beim Trauerzug für ihren Großvater wird demnach ihr Cousin Peter Philips zwischen den Prinzen platziert. Die Ankündigung dürfte für neue Spekulationen über ein dauerhaftes Zerwürfnis zwischen den Brüdern sorgen.

Die Trauerfeier für Prinz Philip wird in Erinnerung an die enge Verbundenheit des Prinzen mit der Marine einen starken militärischen Charakter haben. Am Donnerstag begannen die Proben für die Zeremonie. Rund um Schloss Windsor bereitete sich die Polizei zudem auf ihren Einsatz bei der Trauerfeier vor.

Prinz Philip war am Freitag vergangener Woche zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag auf Schloss Windsor gestorben. Im November hatten er und die Queen ihren 73. Hochzeitstag gefeiert. Die Trauerfeier findet nur vier Tage vor dem 95. Geburtstag von Elizabeth II. statt.

Die britischen Fernsehsender hatten nach Philips Tod ihre Programme für Sondersendungen freigeräumt - bei der BBC gingen inzwischen fast 110.000 Beschwerden über die umfassende Berichterstattung ein. Am Donnerstag räumte der Sender ein, "einige Zuschauer" seien "unzufrieden" über die Programmänderungen gewesen. "Wir nehmen solche Änderungen nicht ohne sorgfältige Überlegungen vor", betonte die BBC, die nach Philips Tod unter anderem die Serie "Eastenders" und die beliebte Kochsendung "Masterchef" gestrichen hatte.

(O.Tatarinov--DTZ)

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