Deutsche Tageszeitung - UNO will humanitäre Mission in Afghanistan trotz Truppenabzugs fortführen

UNO will humanitäre Mission in Afghanistan trotz Truppenabzugs fortführen


UNO will humanitäre Mission in Afghanistan trotz Truppenabzugs fortführen
UNO will humanitäre Mission in Afghanistan trotz Truppenabzugs fortführen / Foto: ©

Trotz des geplanten Rückzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan will die UNO ihre politische und humanitäre Mission in dem Land fortführen. "Wir werden die Situation weiter untersuchen, aber unsere Arbeit in Afghanistan wird weitergehen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Es sei "klar und offensichtlich", dass der Abzug der Nato- und US-Truppen "eine Auswirkung auf das Land als Ganzes haben wird".

Textgröße ändern:

Die UNO sei "seit langer, langer Zeit im Bereich der humanitären Entwicklung in Afghanistan präsent", sagte er. Die UN-Mission für Afghanistan (Unama) ist eine kleine politische Mission mit etwa 1200 Mitarbeitern, von denen die Mehrheit afghanische Staatsangehörige sind. Sie beinhaltet keine Friedenstruppen.

Die USA und ihre Nato-Partner, darunter auch Deutschland, wollen Anfang Mai mit dem Truppenabzug aus Afghanistan beginnen und den seit 20 Jahren andauernden Militäreinsatz am Hindukusch beenden. Alle Nato-Truppen sollen Afghanistan innerhalb weniger Monate verlassen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Iran-Sanktionen: Hotel darf nicht mit eingefrorenen Geldern weiterbetrieben werden

Wegen der Iran-Sanktionen eingefrorene Gelder eines Luxushotels bei Frankfurt am Main dürfen einem Gerichtsbeschluss zufolge nicht für den Weiterbetrieb des Hauses verwendet werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln am Freitag und wies damit einen Eilantrag des Insolvenzverwalter ab, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte.

Nürnberg: 17-Jähriger Rollerfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Linienbus

In Nürnberg ist ein 17-jähriger Rollerfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Linienbus ums Leben gekommen. Der Jugendliche war am Sonntagabend im Stadtgebiet unterwegs und hatte ein 16-jähriges Mädchen auf dem Motorroller mit dabei, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte. Als der entgegenkommende Bus abbiegen wollte, kam es aus zunächst unklarer Ursache zum Zusammenstoß.

Oberstes US-Gericht befasst sich mit Fragen der Konzernhaftung bei Klimawandelschäden

Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am Montag mit einem für die Ölindustrie grundlegenden Fall: Im Kern geht es um die Frage, wie und vor welchen Gerichten Unternehmen für mögliche Auswirkungen ihrer Erzeugnisse auf den Klimawandel verantwortlich gemacht werden können. Im Mittelpunkt steht eine Klage der Stadt und des Countys Boulder im Bundesstaat Colorado gegen die Konzerne ExxonMobil und Suncor Energy von 2018.

Weltkriegsbomben in Hannover entschärft: 17.500 Anwohner vorübergehend evakuiert

In Hannover sind zwei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft worden. Rund 17.500 Menschen mussten deswegen am Sonntag vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen im Stadtteil Misburg-Nord verlassen, wie die Behörden in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilten. Am frühen Abend gab die Stadt Entwarnung, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Textgröße ändern: