Deutsche Tageszeitung - Acht Tote bei Schusswaffenangriff in US-Metropole Indianapolis

Acht Tote bei Schusswaffenangriff in US-Metropole Indianapolis


Acht Tote bei Schusswaffenangriff in US-Metropole Indianapolis
Acht Tote bei Schusswaffenangriff in US-Metropole Indianapolis / Foto: ©

Bei einem Schusswaffenangriff in der US-Metropole Indianapolis sind mindestens acht Menschen getötet worden. Ihre Leichen seien in einem Gebäude des Paketdienstes Fedex in der Nähe des internationalen Flughafens von Indianapolis gefunden worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Bei der Tat am Donnerstagabend (Ortszeit) seien zudem mehrere Menschen verletzt worden, vier von ihnen wurden wegen Schusswunden behandelt. Die Polizei geht davon aus, dass der Schütze Suizid beging.

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Die Polizei war gegen 23.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MESZ) an den Tatort gekommen, wie Polizeisprecherin Genae Cook sagte. In dem Fedex-Gebäude hätten die Beamten acht Leichen gefunden. "Das ist eine Tragödie", fügte die Sprecherin hinzu. Die Beamten versuchten, mit dem Vorfall klar zu kommen, aber der Schauplatz des Verbrechens sei "ein Anblick, den niemand je sehen sollte". Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Die genaue Zahl der Verletzten nannte die Polizeisprecherin nicht. Vier Menschen mit Schussverletzungen wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Drei weitere hätten andere Verletzungen davongetragen und zwei Menschen seien vor Ort medizinisch behandelt worden.

Ein Augenzeuge sagte dem örtlichen Sender Wish-TV, er habe den Täter gesehen. "Ich sah einen Mann mit einer Art automatischem Gewehr, er hat wild um sich geschossen. Ich habe mich sofort versteckt und Angst gehabt." Der Mann sprach von mehr als zehn Schüssen.

Augenzeuge Timothy Boillat sagte auf Wish-TV, er habe rund 30 Polizeiwagen am Tatort ankommen sehen. Er habe eine Leiche auf dem Boden liegen sehen, auf ihn selbst habe der Schütze aber nicht geschossen. "Zum Glück war ich weit genug weg, er hat mich nicht gesehen", sagte Boillat.

In der FedEx-Niederlassung in Indianapolis arbeiten Medienberichten zufolge mehr als 4000 Menschen. Das Unternehmen bestätigte die "tragische Schießerei" in seinem Gebäude am Flughafen und versicherte, dass Sicherheit seine "absolute Priorität" sei.

In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet, immer wieder kommt es zu tödlichen Schüssen. Alle Bemühungen um ein strengeres Waffenrecht sind bisher aber am Widerstand der mächtigen Waffenlobby gescheitert. US-Präsident Joe Biden hat Anfang des Monats einen neuen Anlauf angekündigt, um die Schusswaffengewalt im Land einzudämmen.

Wenige Tage vor seiner Ankündigung waren in einem Bürogebäude in Kalifornien vier Menschen, darunter ein neunjähriges Kind, erschossen worden. Zudem machten im März unter anderem der Schusswaffenangriff auf mehrere Massagesalons in Atlanta mit acht Todesopfern und tödliche Schüsse vor einem Supermarkt in Boulder im Bundesstaat Colorado mit zehn Todesopfern Schlagzeilen.

Laut einer Aufstellung der Website "Gun Violence Archive" starben 2020 in den USA mehr als 43.000 Menschen durch Waffengewalt. Es gab demnach 611 größere Schusswaffenangriffe mit jeweils mindestens vier Toten. Biden bezeichnete die Waffengewalt Anfang des Monats als "Seuche" und einen "Schandfleck" für sein Land. Insbesondere bei den oppositionellen Republikanern sind allerdings viele Politiker gegen jegliche Einschränkung des Waffenrechts.

(Y.Leyard--DTZ)

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