Deutsche Tageszeitung - Berüchtigtes Ex-Gefängnis in Litauen soll Kultur- und Freizeitort werden

Berüchtigtes Ex-Gefängnis in Litauen soll Kultur- und Freizeitort werden


Berüchtigtes Ex-Gefängnis in Litauen soll Kultur- und Freizeitort werden
Berüchtigtes Ex-Gefängnis in Litauen soll Kultur- und Freizeitort werden / Foto: ©

Ein berüchtigtes ehemaliges Gefängnis in Litauen, das unter anderem von der Gestapo für die Inhaftierung von Juden verwendet worden war, soll saniert und zur Kultur- und Freizeitanlage umgewandelt werden. Der Komplex im Zentrum der Hauptstadt Vilnius solle in Zukunft öffentlich genutzt werden, teilten die litauischen Behörden jetzt mit. Sie suchen nach Geldgebern für das Projekt.

Textgröße ändern:

Das Gefängnis von Lukiskes wurde 1902 gebaut und im Laufe der Geschichte unter anderem vom zaristischen Russland, Nazi-Deutschland und der Sowjetunion genutzt. Die Gestapo sperrte dort Juden aus dem Ghetto von Vilnius ein. Auch politische Gefangene aus dem Zarenreich und der Sowjetzeit waren dort inhaftiert.

Das Gefängnis ist seit 2019 geschlossen. Die Anlage wurde zuletzt unter anderem als Drehort für die beim Streamingdienst Netflix laufende Science-Fiction-Serie "Stranger Things" genutzt. Nun sollen auf dem Gelände nach den Plänen der Behörden Museen, Veranstaltungsorte, Werkstätten und sogenannte Co-Working-Spaces entstehen. In den vergangenen Jahren wurden auf dem Gelände bereits Konzerte veranstaltet.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

UNO: Versorgung Überlebender in Nepal bleibt "sehr, sehr, sehr schwierig"

Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya ist die Versorgung der Überlebenden weiterhin äußerst schwierig. Das Ausmaß der Katastrophe und der Zerstörungen sei "einfach unglaublich", sagte die UN-Vertreterin in Nepal, Lila Pieters Yahia, am Donnerstag in Kathmandu. Es sei "sehr, sehr, sehr schwierig", die Notleidenden zu erreichen und sie etwa mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen.

Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin

Hunderte Menschen haben in Malta gegen den Freispruch für den Geschäftsmann Yorgen Fenech nach dem Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia demonstriert. Die oppositionelle Nationalist Party, die zu der Demonstration am späten Mittwochabend aufgerufen hatte, forderte eine Sondersitzung des Parlaments zu dem Fall. Stunden zuvor hatte Fenech den Gerichtssaal unter "Mörder"-Rufen von Demonstranten verlassen.

Bekannte US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben

Die bekannte US-Feministin und Journalistin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. Sie sei umgeben gewesen "von einigen der vielen, die sie liebten".

Türkische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Erdogan-Rivalen Davutoglu wegen Beleidigung

Wegen des Vorwurfs der Präsidentenbeleidigung hat die türkische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den früheren Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu aufgenommen, einen heutigen politischen Rivalen von Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Dabei gehe es um Äußerungen des Ex-Regierungschefs in Onlinediensten, die als beleidigend gegenüber dem Präsidenten angesehen würden, erklärte die Anklagebehörde am Donnerstag.

Textgröße ändern: