Deutsche Tageszeitung - Französischer Militärhund Leuk posthum für Tapferkeit ausgezeichnet

Französischer Militärhund Leuk posthum für Tapferkeit ausgezeichnet


Französischer Militärhund Leuk posthum für Tapferkeit ausgezeichnet
Französischer Militärhund Leuk posthum für Tapferkeit ausgezeichnet / Foto: ©

Zwei Jahre nach seinem Tod in Mali erhält der französische Militärhund Leuk am Freitag den britischen Tapferkeitsorden für Tiere. Mit seinem Einsatz habe er "zweifellos mehrfach seiner Einheit das Leben gerettet", heißt es in einer Mitteilung des britischen Tierwohlverbandes PDSA, der die Dickin Medal verleiht.

Textgröße ändern:

Der 2013 geborene Leuk, ein belgischer Malinois, war Diensthund in der Abteilung K9 des französischen Kieffer-Kommandos. Seine Aufgabe bestand darin, Sprengstoff aufzuspüren und Angreifer zu neutralisieren, ohne sie zu töten.

Bei einem Einsatz seines Kommandos in Mali im April 2019 spürte Leuk dschihadistische Angreifer in einem Hinterhalt auf und attackierte sie mutig, obwohl er unter Beschuss geriet. Dank seines Einsatzes gelang es den französischen Soldaten, sich aus der Situation zu befreien und die Angreifer zu töten.

Einen Monat später, im Mai 2019, wurde Leuk von einem Dschihadisten erschossen. Der Sarg mit den Überresten des Militärhundes war mit der Trikolore bedeckt und bei seiner Rückkehr wurde er mit einer Ehrengarde empfangen.

"Leuk war ein sehr beeindruckender Hund. Er hatte außerordentliche Fähigkeiten und wir bedauern seinen Verlust sehr", sagte der befehlshabende Offizier namens Nicolas in einem von PDSA gezeigten Video.

Die 1943 ins Leben gerufene Dickin Medal wird Tieren verliehen, die sich im Krieg durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet haben. Nicht nur Hunde, sondern auch Pferde, Tauben und sogar eine Katze erhielten den Orden. Leuk ist der erste französische Militärhund, der ausgezeichnet wurde.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Gedränge am Ätna: Vulkanausbruch lockt Besuchermassen an

In Sandalen zum Lava-Spektakel: Der Ausbruch des Vulkans Ätna in Süditalien lockt zahlreiche Besucher an - und nicht alle begeben sich unter Anleitung professioneller Bergführer in das potenziell gefährliche Gebiet auf Sizilien. Er erhalte derzeit 300 Anfragen pro Tag, sagte Daniele Perricelli am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Das seien drei Mal so viel wie gewöhnlich. Jeden Abend führe er aber nur einige Dutzend Besucher den Vulkan hinauf.

Zahl der Erdbeben-Toten in Kolumbien auf 239 gestiegen - Rettungskräften läuft die Zeit davon

Nach dem Erdbeben in Kolumbien befinden sich die Einsatzkräfte in einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Mittwoch nach Behördenangaben auf mindestens 239. Mehr als 2000 Menschen wurden verletzt. Derweil schloss sich das Zeitfenster der ersten 72 Stunden nach dem Unglück, die für die Bergung von Überlebenden entscheidend sind.

"Korrupt und verfassungswidrig": Trump wegen Premium-Zugangs zu seinem Onlinedienst verklagt

Zwei Medienorganisationen haben US-Präsident Donald Trump wegen des neuen Premiumangebots seines Onlinedienstes Truth Social verklagt. Der gegen eine hohe Gebühr erhältliche vorzeitige Zugang zu Trumps Posts in dem Netzwerk sei "außergewöhnlich, korrupt und verfassungswidrig", heißt es in einer am Mittwoch von den Organisationen The Intercept und Freedom of the Press Foundation in New York eingereichten Klageschrift.

Eigene Tochter mit Rheumamittel vergiftet: Bewährungsstrafen in Sachsen

Weil sie ihre minderjährige Tochter mit Rheumamitteln vergiftet und lebensgefährlich geschwächt haben sollen, sind Eltern in Sachsen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau verhängte gegen die Mutter eineinhalb Jahre und gegen den Vater zwei Jahre Haft, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Beide Strafen wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt. Die mitangeklagte Halbschwester der Geschädigten wurde freigesprochen.

Textgröße ändern: