Deutsche Tageszeitung - Mehr als 20 Tote und 70 Verletzte bei Einsturz von U-Bahn-Brücke in Mexiko-Stadt

Mehr als 20 Tote und 70 Verletzte bei Einsturz von U-Bahn-Brücke in Mexiko-Stadt


Mehr als 20 Tote und 70 Verletzte bei Einsturz von U-Bahn-Brücke in Mexiko-Stadt
Mehr als 20 Tote und 70 Verletzte bei Einsturz von U-Bahn-Brücke in Mexiko-Stadt / Foto: ©

Beim Einsturz einer U-Bahn-Brücke in Mexiko-Stadt sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Mindestens 23 Menschen, darunter auch Kinder, seien bei dem Unglück am Montagabend (Ortszeit) ums Leben gekommen, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Unglücksort. Etwa 70 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. Dutzende Rettungskräfte waren im Einsatz, ihre Arbeit wurde allerdings durch das instabile Zugwrack erschwert.

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Das Unglück ereignete sich am Montagabend (22.00 Uhr Ortszeit; 05.00 Uhr MESZ) auf der Linie 12 im Süden der mexikanischen Hauptstadt in der Nähe der Station Olivos. Mexikanische Medien veröffentlichten Bilder von Überwachungskameras, die zeigten, dass die Brücke einstürzte, als gerade eine Bahn darüber fuhr. Die U-Bahn wurde in zwei Teile zerrissen

Ein Augenzeuge schilderte dem Fernsehsender Televisa den Brückeneinsturz. Nachdem sich die dadurch ausgelöste Staubwolke gelegt habe, habe er sehen wollen, ob er helfen könne. "Die Stille war schrecklich", sagte der Mann. "Zwei Menschen kletterten aus den Trümmern. Die anderen sind immer noch verschüttet."

Dutzende Feuerwehrleute und Rettungshelfer sowie Suchhunde waren am Unglücksort im Einsatz. Sie versuchten, Menschen aus Schutt, Kabeln und verbogenem Stahl zu befreien. Die vielen Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser der mexikanischen Hauptstadt gebracht. Unter dem abgestürzten Zugteil war ein Auto begraben, aus dem sich ein Mensch befreien konnte.

Die Bergungsarbeiten wurden zwischenzeitlich ausgesetzt. Das Zugwrack sei zu instabil, sagte Bürgermeisterin Sheinbaum. Daher müsse auf Kräne gewartet werden. Diese begannen nach ihrem Eintreffen, Betonblöcke und Metallteile wegzuräumen.

Am Unglücksort versammelten sich besorgte Menschen, die Angehörige in dem Zugwrack vermuteten. Polizisten versuchten, die Angehörigen sowie Medienvertreter auf Abstand zu halten. Efraín Juarez suchte nach seinem Sohn. "Meine Schwiegertochter rief uns an", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Sie war mit ihm unterwegs und hat uns erzählt, dass die Konstruktion über ihm einstürzte."

Die mexikanische U-Bahn hat zwölf Linien und befördert täglich rund 4,5 Millionen Menschen. Die Linie 12, auf der sich das Unglück ereignete, war erst 2012 vom damaligen Bürgermeister und heutigen mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard eingeweiht worden. Ebrard bot via Twitter seine Zusammenarbeit bei der Untersuchung der Ursachen des Unglücks an, das er als "schreckliche Tragödie" bezeichnete.

Im Januar hatte es bei einem Brand in einem Kontrollzentrum der Hauptstadt-U-Bahn ein Todesopfer gegeben. 29 weitere erlitten Rauchvergiftungen. Im März 2020 war bei der Kollision zweier U-Bahnen in Mexiko-Stadt ebenfalls ein Mensch ums Leben gekommen. 41 weitere wurden verletzt, als Passagiere in Panik durch dichten Rauch liefen.

(W.Uljanov--DTZ)

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