Deutsche Tageszeitung - London investiert rund 34 Millionen Euro in die Erforschung von Corona-Mutanten

London investiert rund 34 Millionen Euro in die Erforschung von Corona-Mutanten


London investiert rund 34 Millionen Euro in die Erforschung von Corona-Mutanten
London investiert rund 34 Millionen Euro in die Erforschung von Corona-Mutanten / Foto: ©

Zur Erforschung neuer Coronavirus-Mutanten will Großbritannien umgerechnet rund 33,8 Millionen Euro in neue Impfstoff-Labore investieren. Wie die britische Regierung am Mittwoch mitteilte, soll anhand der Mittel in den Laboren in Porton Down im Südwesten Englands die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Virusmutanten getestet werden. Die Investition werde "es uns ermöglichen, das Land weiter gegen die Bedrohung durch neue Varianten abzusichern", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

Textgröße ändern:

Porton Down ist ein Stützpunkt der britischen Armee, in dem Militärlabor dort arbeiten derzeit rund 3000 Wissenschaftler. Das Labor wurde 1916 gegründet, um im Ersten Weltkrieg auf deutsche Angriffe mit Chemiewaffen zu reagieren, bei denen zunächst Chlor und später Senfgas und Phosgen zum Einsatz kamen.

Anhand der Investition soll die Kapazität des Labors zur Auswertung von Bluttests von 700 auf 3000 Proben pro Woche erhöht werden. Die Wissenschaftler können so schneller die Menge der Antikörper ermitteln, die ein Vakzin bei einem Menschen bewirkt. Die erweiterte Testkapazität ermögliche es, "dass Großbritannien dem Virus immer einen Schritt voraus ist und in der bestmöglichen Position ist, auf neue Bedrohungen durch Covid-19 so schnell wie möglich zu reagieren", erklärte die Regierung.

Mit mehr als 127.500 Corona-Toten ist Großbritannien eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit. Dank eines raschen Fortschritts der britischen Impfkampagne ist die Zahl der täglichen Todesfälle inzwischen in den einstelligen Bereich gesunken. Experten befürchten aber, dass eine neue, gegen die Vakzine resistente Mutante zu einer erneuten Zunahme der Coronainfektionen führen könnte.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehrere Jugendliche schwer verletzt

Bei den anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind inzwischen mehrere Jugendliche schwer verletzt worden: Einem 15 Jahre alten Schüler wurde am Montag im nordfranzösischen Lens durch die Explosion einer Polizeigranate die Hand abgerissen. In knapp 590 Schulen kam es erneut zu Unruhen. In Paris legten Randalierer Feuer am Eingang einer Schule, während sich Schüler im Inneren aufhielten.

Wegen Verfolgung von Frauen: Strafgericht erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Minister

Wegen der Verfolgung von Frauen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen zwei afghanische Minister veröffentlicht, die für die Bildungspolitik in dem Land zuständig sind. Es gebe "hinreichende Anhaltspunkte", dass Bildungsminister Habibullah Agha und Hochschulminister Mohammad Nadim für Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung verantwortlich seien, erklärte die Vorverfahrenskammer am Montag. Diese richteten sich "gegen Mädchen, Frauen und andere Menschen, die sich nicht der Politik der Taliban in Bezug auf Geschlechteridentitäten unterwerfen".

Urteil: Preiserhöhung von Extraenergie trotz Preisgarantie unzulässig

Eine Preiserhöhung für Strom und Gas trotz Preisgarantie des Anbieters ist unzulässig. Das entschied am Montag das Oberlandesgericht Hamm. Demnach waren alle Preiserhöhungen des Unternehmens Extraenergie zum 1. September, 1. November und 1. Dezember 2022 unwirksam. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden gelte der ursprünglich gezahlte Preis. (Az. 2 VKl 2/23)

Duisburg: 16-Jähriger zweimal in wenigen Stunden mit geklauten Fahrzeugen erwischt

Zweimal innerhalb weniger Stunden ist ein 16-Jähriger in Duisburg mit gestohlenen Fahrzeugen erwischt worden. Zunächst meldete ein 22-Jähriger am Samstagabend, dass sein Motorrad entwendet wurde, wie die Polizei am Montag in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Über einen Ortungssensor und eine App auf dem Smartphone des Geschädigten entdeckten die Beamten den 16-jährigen Dieb und das Fahrzeug auf einer Straße.

Textgröße ändern: