Deutsche Tageszeitung - Hinweis aus Australien führt zu mutmaßlichem Kinderschänder in Flensburg

Hinweis aus Australien führt zu mutmaßlichem Kinderschänder in Flensburg


Hinweis aus Australien führt zu mutmaßlichem Kinderschänder in Flensburg
Hinweis aus Australien führt zu mutmaßlichem Kinderschänder in Flensburg / Foto: ©

Nach einem Hinweis aus Australien ist ein 39-Jähriger aus Schleswig-Holstein wegen des Verdachts des jahrelangen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter festgenommen worden. Der Mann sei durch akribische weitere Ermittlungen der deutschen Behörden identifiziert und letztlich in Flensburg gefasst worden, teilte die dortige Polizei am Freitag mit. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

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Nach Angaben der Beamten waren auf deutscher Seite auch das Bundeskriminalamt, das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt sowie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main in die Nachforschungen eingebunden. Die australischen Behörden hatten demnach zunächst nur eine Bilderserie in einem einschlägigen Pädophilennetzwerk im Internet entdeckt, die Rückschlüsse auf Deutschland zuließen. Sie informierten daraufhin ihre Kollegen.

Fahndungsaufrufe durch das Bundeskriminalamt und die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft in den polizeiinternen Informationssystemen führten dazu, dass das Opfer als ein im Kreis Schleswig-Flensburg lebendes Mädchen identifiziert wurde. Es soll ab einem Alter von etwa vier Jahren von seinem Vater missbraucht worden sein, bis es zwölf bis 13 Jahre alt war. Die Taten ereigneten sich laut Ermittlern von 2010 bis 2018.

Am 10. Mai durchsuchten Polizisten die Wohnung des in Flensburg lebenden Verdächtigen und nahmen diesen fest. Dabei konnten sie die Räumlichkeiten auch als einen der Tatorte verifizieren, an dem die Missbrauchsaufnahmen entstanden. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft wegen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Herstellung von Kinderpornografie an.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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