Deutsche Tageszeitung - Polizei löst in Paris Feier im Freien mit hunderten Jugendlichen auf

Polizei löst in Paris Feier im Freien mit hunderten Jugendlichen auf


Polizei löst in Paris Feier im Freien mit hunderten Jugendlichen auf
Polizei löst in Paris Feier im Freien mit hunderten Jugendlichen auf / Foto: ©

In Paris ist die Polizei am Freitagabend gegen hunderte Jugendliche vorgegangen, die sich nach Beginn der Ausgangssperre zu einer Feier im Freien zusammengefunden hatten. Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur versammelten sich die Feiernden auf der Grünfläche vor dem Hôtel des Invalides im Zentrum der Stadt. Viele trugen keine Mund-Nase-Bedeckung und missachteten die Abstandsregeln.

Textgröße ändern:

Gegen 23:20 Uhr schrieb die Polizei auf Twitter, die Feier werde aufgelöst, weil die Teilnehmer gegen die Corona-Regelungen verstoßen hätten. Gegen Mitternacht waren nur noch kleinere Grüppchen von Jugendlichen an einer nahegelegenen Brücke unterwegs. Zahlreiche Polizeiautos fuhren mit Blaulicht durch das Stadtzentrum.

Nach Angaben eines Teilnehmers war die Party in Online-Netzwerken angekündigt worden. Die 19-jährige Emma rechtfertigte die Feier mit dem langen Verzicht angesichts der Corona-Pandemie: "Die Rasenflächen waren voll, es waren wirklich viele von uns da, wir hatten schon lange nicht mehr gefeiert wegen Covid, wir haben es wirklich gebraucht", sagte sie.

Im Zuge der Lockerungen der Corona-Maßnahmen war die nächtliche Ausgangssperre in Frankreich am Mittwoch um zwei Stunden nach hinten verschoben worden. Die Infektionszahlen waren zuletzt deutlich gesunken, Experten führen dies auf den Fortschritt der Impfkampagne zurück.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Le Pen will 140 Milliarden Euro bis 2030 einsparen

Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat für den Fall eines Wahlsiegs drastische Einsparungen angekündigt und vor einer Staatspleite in Frankreich gewarnt. Sie strebe Einsparungen im Umfang von 140 Milliarden Euro an und wolle unter anderem den EU-Nettobeitrag Frankreichs auf fünf Milliarden Euro reduzieren, sagte Le Pen bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans am Dienstag in Paris.

US-Amokläufer von Fort Hood soll durch Erschießungskommando hingerichtet werden

Der Amokläufer von Fort Hood, der 2009 auf dem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen erschossen hatte, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. US-Präsident Donald Trump gab nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit) seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstreckt.

Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning und Büroleiter festgenommen

Spionageverdacht gegen früheren Geheimdienstchef: Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist am Dienstag festgenommen worden. Er soll von seinem früheren Büroleiter beim deutschen Auslandsgeheimdienst, Manfred D., geheime Informationen gekauft haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Erkenntnisse daraus sollen auch bei mindestens einem fremden Geheimdienst gelandet sein, nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei aber nicht um Russland.

Schüler und Gewerkschaftsvertreter blockieren erneut Schulen in Frankreich

Erneut haben Schüler und Gewerkschaftsvertreter in Frankreich in mehreren Städten des Landes Schulen blockiert. Mit Blick auf mögliche Ausschreitungen an diesem Protesttag sagte Frankreichs Bildungsminister Edouard Geffray am Dienstag dem Sender France: "Unsere Priorität ist es, unsere Schüler zu schützen." Bislang wurden nach offiziellen Angaben bereits 215 Schülerinnen und Schüler, 700 Sicherheitskräfte und rund 100 Schulbeschäftigte verletzt. Zudem gab es rund 6000 Festnahmen, in erster Linie Minderjährige.

Textgröße ändern: