Deutsche Tageszeitung - Elefantenherde in China muss wegen Nachzüglers Zwangspause einlegen

Elefantenherde in China muss wegen Nachzüglers Zwangspause einlegen


Elefantenherde in China muss wegen Nachzüglers Zwangspause einlegen
Elefantenherde in China muss wegen Nachzüglers Zwangspause einlegen / Foto: ©

Die durch China ziehende wilde Elefantenherde muss eine Zwangspause einlegen. Grund ist ein eigensinniger zehnjähriger Elefant, der vor mehreren Tagen vom Wege abkam und nun rund 14 Kilometer Wegstrecke aufholen muss. Trotz wiederholter lauter Rufe der Muttertiere scheint das Männchen es nicht eilig zu haben.

Textgröße ändern:

Die Elefantenkühe versuchten, den Nachzügler durch lautes Trompeten zur Eile anzutreiben, sagte Chen Mingyong, Professor an der Yunnan Universität. Der Staatssender CCTV, der rund um die Uhr von der Elefantenwanderung berichtet, meldete, der Zehnjährige mache keinerlei Anstalten, zu der Gruppe aufzuschließen.

Männliche Elefanten verlassen normalerweise die Herde und leben allein oder in kleinen Gruppen, wenn sie die Geschlechtsreife erreichen.

Die Herde hat bereits rund 500 Kilometer zurückgelegt und verweilt seit einigen Tagen südlich von Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan. Die Elefantenwanderung stößt in Online-Medien und international auf großes Interesse. Die Bauern haben derweil das Nachsehen: Auf ihren Feldern verursachten die Dickhäuter bereits Schäden in Höhe von mehr als einer Million Dollar (825.000 Euro).

Warum die Elefanten ihre Heimat im Xishuangbanna-Wildreservat im vergangenen Jahr verließen, ist unklar. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua leben in Yunnan rund 300 Elefanten, gut hundert mehr als in den 1980er Jahren.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Gericht hebt Haftbefehl gegen früheren katalanischen Regierungschef Puigdemont auf

Fast neun Jahre nach seiner Flucht ins Ausland kann der frühere katalanische Regierungschef und Unabhängigkeits-Befürworter Carles Puigdemont in seine Heimat zurückkehren: Der Oberste Gerichtshof des Landes hob den Haftbefehl gegen Puigdemont am Dienstag auf. Er machte damit wenige Wochen vor der geplanten Parlamentswahl den Weg frei für die Rückkehr des im Exil lebenden Politikers nach Spanien.

Früherer Chefspion festgenommen: Spionageverdacht gegen August Hanning

Früher oberster Spion, nun selbst unter Verdacht: Die überraschende Festnahme des früheren BND-Präsidenten August Hanning hat am Dienstag für Aufsehen gesorgt. Hanning soll geheime Informationen gekauft und daraus eine Analyse für einen fremden Geheimdienst erstellt haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Um Russland handelt es sich dabei nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP nicht. Auf die Spur Hannings kamen die Ermittler ausgerechnet beim Block-Prozess in Hamburg.

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Le Pen will 140 Milliarden Euro bis 2030 einsparen

Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat für den Fall eines Wahlsiegs drastische Einsparungen angekündigt und vor einer Staatspleite in Frankreich gewarnt. Sie strebe Einsparungen im Umfang von 140 Milliarden Euro an und wolle unter anderem den EU-Nettobeitrag Frankreichs auf fünf Milliarden Euro reduzieren, sagte Le Pen bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans am Dienstag in Paris.

US-Amokläufer von Fort Hood soll durch Erschießungskommando hingerichtet werden

Der Amokläufer von Fort Hood, der 2009 auf dem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen erschossen hatte, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. US-Präsident Donald Trump gab nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit) seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstreckt.

Textgröße ändern: