Deutsche Tageszeitung - Erdbeben der Stärke 3,9 erschüttert Region um Straßburg

Erdbeben der Stärke 3,9 erschüttert Region um Straßburg


Erdbeben der Stärke 3,9 erschüttert Region um Straßburg
Erdbeben der Stärke 3,9 erschüttert Region um Straßburg / Foto: ©

Ein Erdbeben der Stärke 3,9 hat am Samstagmorgen die Region um Straßburg erschüttert. Das Epizentrum des Bebens wurde nach Angaben des nationalen seismischen Überwachungsnetzes (Renass) in fünf Kilometern Tiefe in der Gemeinde La Wantzenau, nördlich des Großraums Straßburg, gemessen. Fünf Minuten später sei an der gleichen Stelle ein Nachbeben der Stärke 2,3 registriert worden.

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Beide Beben wurden von Renass als "induziert" eingestuft, was bedeutet, dass sie durch menschliche Aktivität verursacht wurden. Induzierte Erdbeben werden unter anderem durch Bergbau-Projekte ausgelöst.

In der Nähe der Stadt Straßburg war im Dezember ein umstrittenes geothermisches Projekt eingestellt worden, das in Folge von Erdbohrungen mehrere Beben verursacht hatte. "Wir hatten in den vergangenen Monaten weiterhin anhaltende seismische Aktivität zu verzeichnen", sagte Jérôme Vergne, ein Seismologe in Straßburg, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Untergrund brauche einige Zeit, um auf den Stopp des Projekts zu reagieren und in einen natürlichen Spannungszustand zurückzukehren, fügte er hinzu.

"Das ganze Haus bebte für ein paar Sekunden", schrieb Alain Fontanel, Oppositionsführer im Straßburger Stadtrat, auf Twitter. Bei der ersten Erschütterung am Samstag handelte es sich um das stärkste Beben, das in den vergangenen Monaten in der Grenzregion zu Deutschland zu spüren gewesen war.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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