Deutsche Tageszeitung - Verurteilung von Ex-Fernsehstar Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben

Verurteilung von Ex-Fernsehstar Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben


Verurteilung von Ex-Fernsehstar Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben
Verurteilung von Ex-Fernsehstar Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben / Foto: ©

Ein US-Gericht hat die Verurteilung des früheren Fernsehstars Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates Pennsylvania erklärte die Verurteilung des 83-Jährigen am Mittwoch für ungültig und ordnete seine Entlassung aus dem Gefängnis an.

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Der mit der Sitcom "Die Bill Cosby Show" weltberühmt gewordene Schauspieler war 2018 schuldig gesprochen worden, eine Frau im Jahr 2004 sexuell missbraucht zu haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Cosby sein Opfer in seinem Haus in Philadelphia unter Drogen gesetzt und sich an ihm vergangen hatte. Cosby wurde zu einer Haftstrafe von mindestens drei und höchsten zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Supreme Court von Pennsylvania hob die Verurteilung nun aber auf. Die Richter schlossen sich unter anderem der Auffassung von Cosbys Anwälten an, dass fünf Frauen bei dem Prozess nicht als Belastungszeuginnen hätten zugelassen werden dürfen.

Die Richter verwiesen auch darauf, dass der damals ermittelnde Staatsanwalt nach der Aufdeckung der Vorwürfe 2005 zugesagt hatte, keinen Strafprozess gegen Cosby anzustrengen, wenn dieser in einem Zivilprozess um Entschädigung aussagt. Der Nachfolger des Staatsanwalts leitete dann später aber ein Strafverfahren ein. Dabei wurden Aussagen Cosbys aus dem Zivilverfahren gegen ihn verwendet.

Cosby ist von mehr als 60 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden, allerdings sind die meisten Fälle verjährt. Der Schauspieler wurde in den USA jahrzehntelang als "America’s Dad" verehrt. In der Rolle als liebenswürdiger Arzt und gutmütiger Familienvater in der "Die Bill Cosby Show" war er einer der beliebtesten TV-Stars des Landes. Seine Verurteilung war der erste Schuldspruch gegen einen Prominenten nach Beginn der #MeToo-Bewegung.

(W.Budayev--DTZ)

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