Deutsche Tageszeitung - Golden-Globes-Veranstalter kündigen Änderungen bei den Filmpreisen an

Golden-Globes-Veranstalter kündigen Änderungen bei den Filmpreisen an


Golden-Globes-Veranstalter kündigen Änderungen bei den Filmpreisen an
Golden-Globes-Veranstalter kündigen Änderungen bei den Filmpreisen an / Foto: ©

Nach der massiven Kritik wegen mangelnder Vielfalt bei den Golden Globes haben die Veranstalter der renommierten US-Filmpreise Änderungen angekündigt. Künftig sollen auch fremdsprachige und animierte Filme am Rennen um die Preise in den Top-Kategorien teilnehmen können, wie die Organisation hinter den Golden Globes, die Hollywood Foreign Press Association (HFPA), am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles mitteilte.

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Mit dem Schritt reagierte die HFPA unter anderem auf die Empörung vieler Filmfans, dass der von Kritikern gefeierte Film "Minari" bei der diesjährigen Verleihung nur in der Kategorie "Fremdsprachige Filme" bewertet wurde. Der Film wurde hauptsächlich auf Koreanisch gedreht, spielt jedoch im US-Bundesstaat Arkansas.

Auch "Parasite", der Oscar-Gewinner im vergangenen Jahr, durfte bei den Golden Globes nicht in den Kategorien "Beste Komödie" oder "Bester Film" antreten, die als die wichtigsten Auszeichnungen gelten.

In diesem Jahr habe sich die HFPA "für neue Ansätze" entschieden, "die sicherstellen, dass diese Filme die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen", sagte HFPA-Präsident Ali Sar. "Die Sprache wird nicht länger ein Hindernis für die Anerkennung als die Besten sein."

Im vergangenen Monat hatte der Verband mit überwältigender Mehrheit eine Reihe von Reformen beschlossen, um "inklusiver und vielfältiger" zu werden. Zu weiteren Änderungen zählt laut HFPA das Verbot für Mitglieder, Geschenke anzunehmen, die Einstellung von Diversity-Beratern und die Einrichtung einer anonymen Hotline für Beschwerden.

Im Mai hatte der US-Sender NBC angekündigt, die Verleihung der Filmpreise im kommenden Jahr nicht mehr zu übertragen. Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund der Kritik an den Golden-Globes-Organisatoren, denen Diskriminierung, Rassismus und teils auch Korruption vorgeworfen wurde.

(A.Nikiforov--DTZ)

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