Deutsche Tageszeitung - Jugendliche werden nach Quarantäne auf Mallorca zurück ans Festland gebracht

Jugendliche werden nach Quarantäne auf Mallorca zurück ans Festland gebracht


Jugendliche werden nach Quarantäne auf Mallorca zurück ans Festland gebracht
Jugendliche werden nach Quarantäne auf Mallorca zurück ans Festland gebracht / Foto: ©

Nach einem Corona-Ausbruch unter Schülerinnen und Schülern auf Mallorca sind viele der von Quarantäne-Maßnahmen betroffenen Jugendlichen zurück ans spanische Festland gebracht worden. Ein Fährboot mit 118 Jugendlichen an Bord lief am Donnerstagvormittag im Hafen von Palma aus. Sie wurden auf der Fähre in einem abgeschotteten Bereich untergebracht, um Ansteckungen anderer Reisender zu vermeiden.

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Die spanischen Behörden hatten rund 250 Schülerinnen und Schüler im Hotel "Palma Bellver" unter Quarantäne gestellt. Weitere Hotels der Ferieninsel waren zu Isolierstationen umfunktioniert worden. Nachdem junge Menschen aus ganz Spanien auf Mallorca ihre Schulabschlüsse gefeiert hatten, war es dort zu zahlreichen Ansteckungen gekommen.

Die isolierten Jugendlichen und ihre Eltern protestieren vehement gegen die Zwangsmaßnahme. Am Mittwoch ordnete ein Richter an, dass zumindest negativ getestete Schüler entlassen werden sollten.

Die Fähre mit den Jugendlichen an Bord wurde später am Donnerstag im Hafen von Valencia erwartet. Beamte der Gesundheitsbehörden ihrer Heimatregionen sollten die Jugendlichen dort in Empfang nehmen und eventuell erneut testen.

Der Protest der Jugendlichen auf den Balkonen des "Hotel Covid" getauften Gasthauses in Palma hatte in Spanien für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Eltern wandten sich an die Justiz. Beschwerden von Nachbarn über laute Musik und über auf die Straße geworfene Gegenstände lösten zudem mehrere Polizeieinsätze aus.

Schülerinnen und Schüler, die auf Mallorca gefeiert hatten, schleppten das Virus auch in andere spanische Landesteile ein. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums wurden landesweit mindestens 1824 Menschen im Zuge dieses Corona-Ausbruchs infiziert und 5978 unter Quarantäne gestellt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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