Deutsche Tageszeitung - Pinterest geht gegen Bodyshaming vor und verbietet Werbung zum Thema Gewichtsverlust

Pinterest geht gegen Bodyshaming vor und verbietet Werbung zum Thema Gewichtsverlust


Pinterest geht gegen Bodyshaming vor und verbietet Werbung zum Thema Gewichtsverlust
Pinterest geht gegen Bodyshaming vor und verbietet Werbung zum Thema Gewichtsverlust / Foto: ©

Im Kampf gegen Bodyshaming hat das Online-Netzwerk Pinterest Werbung zum Thema Gewichtsverlust auf seiner Plattform verboten. Der Dienst, eine Art virtuelle Pinnwand zum Teilen von Bildern, erklärte am Donnerstag, er werde keine Anzeigen über Berichte zu Gewichtsverlust oder Verweise auf den Body-Mass-Index mehr erlauben. Bestimmte Körpertypen sollen nicht mehr "idealisiert oder verunglimpft" werden. Als Bodyshaming wird die Diskriminierung oder Beleidigung von Menschen aufgrund ihres Körpers bezeichnet.

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Pinterest ist nach eigenen Angaben die erste Online-Plattform, die ein solches Werbeverbot umsetzt. Menschen aller Altersgruppen stünden "vor Herausforderungen in Bezug auf das Körperbild und die psychische Gesundheit, insbesondere jetzt, wo wir die Corona-Pandemie hinter uns lassen und die Sommersaison einläuten", erklärte Pinterest. Der Schritt solle dem Schutz der psychischen Gesundheit in Online-Netzwerken dienen.

Der Verband zur Hilfe bei Essstörungen (NEDA) in den USA lobte die Entscheidung der Plattform. "Wir hoffen, dieses weltweite Konzept ermuntert andere Organisationen und Unternehmen dazu, über möglicherweise schädliche Werbebotschaften nachzudenken", erklärte Neda-Chefin Elizabeth Thompson.

Pinterest wurde 2010 als virtuelle Pinnwand ins Leben gerufen. Nutzer können Bilder in verschiedenen Kategorien teilen. Die Plattform kann auch als Suchmaschine für Produkte genutzt werden. Das Geschäftsmodell beruht auf dem Verkauf von Werbung. Außerdem spielt die Seite auch eine Rolle für den Online-Handel, denn viele Marken nutzen das Netzwerk, um Kunden auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Das in San Francisco sitzende Unternehmen berichtete im April, mehr als 478 Millionen Nutzer weltweit zu haben.

(A.Stefanowych--DTZ)

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