Deutsche Tageszeitung - Australien kündigt weitere Verschärfung von Einreiseregeln an

Australien kündigt weitere Verschärfung von Einreiseregeln an


Australien kündigt weitere Verschärfung von Einreiseregeln an
Australien kündigt weitere Verschärfung von Einreiseregeln an / Foto: ©

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in mehreren australischen Metropolen hat die Regierung des Landes eine zusätzliche Verschärfung der Einreisebestimmungen angekündigt. Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, werde die Zahl der Einreisen halbiert, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag. Gemäß der "Null Covid"-Strategie Canberras dürfen bereits jetzt pro Woche nur 6000 Menschen aus dem Ausland mit dem Flugzeug nach Australien einreisen.

Textgröße ändern:

Die Zahl der erlaubten Einreisen werde bis Mitte des Monats auf rund 3000 halbiert, erklärte Morrison, der zugleich eine Aufstockung der Rückkehrer-Flüge für im Ausland gestrandete Australier ankündigte. Vor Beginn der Corona-Pandemie reisten jede Woche rund 260.000 Menschen nach Australien ein.

Die Ankündigungen erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit der Australier mit dem Corona-Management der Regierung. In den Metropolen Sydney, Brisbane und Perth gelten derzeit Lockdown-Maßnahmen, die eigentlich obligatorische zweiwöchige Hotel-Quarantäne für Einreisende gilt als durchlässig. Hinzu kommt die nur schleppend vorangehende Impfkampagne: Nur acht Prozent der Erwachsenen in Australien wurden bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Angesichts des verbreiteten Ärgers über die strikten Einreiseregelungen deutete Morrison einen Strategiewechsel seiner Regierung im Kampf gegen das Coronavirus an. So werde es künftig weniger um die Unterdrückung des Coronavirus gehen, sondern um den Umgang damit. Die Regierung werde bald Impfziele definieren, kündigte Morrison weiter an. Sobald diese erreicht seien, könnten die Grenzen schrittweise geöffnet und die Rückkehr zur Normalität eingeleitet werden.

Die Menschen rief er dazu auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen: "Indem Sie sich impfen lassen, können Sie ändern, wie wir als Gesellschaft leben, Sie können ändern, wie Sie in Australien leben", sagte der Premier.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Philosoph Jürgen Habermas gestorben

Der Philosoph Jürgen Habermas ist tot. Der weltbekannte Intellektuelle starb am Samstag im Alter von 96 Jahren in Starnberg, wie eine Sprecherin des Suhrkamp-Verlags der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie berief sich auf Angaben von Habermas' Familie. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung.

Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - Israel verurteilt "Epidemie des Antisemitismus"

Nach einer Explosion vor einer jüdischen Schule in Amsterdam hat die israelische Regierung von einer "Epidemie des Antisemitismus" in den Niederlanden gesprochen. Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten reagierte am Samstag auf den "furchtbaren" Vorfall und betonte, für Antisemitismus gebe es in den Niederlanden "keinen Platz". Bei der Explosion in der Nacht zum Samstag wurde niemand verletzt. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte es eine Explosion vor einer Synagoge in Rotterdam gegeben.

15-Jähriger entwendet Linienbus in Wiesbaden - und fährt rund 150 Kilometer

Ein 15-Jähriger hat in Wiesbaden einen Linienbus entwendet und ist mit ihm nach Karlsruhe gefahren - eine Strecke von rund 150 Kilometern. Mit an Bord bei der illegalen Spritztour war die 14-jährige Freundin des Jugendlichen, wie die Polizei Wiesbaden am Samstag mitteilte. Am Freitagmorgen habe er den vollgetankten Bus von einem Betriebsgelände im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel entwendet. Die Fahrt endete, als eine Polizeistreife in Karlsruhe den Bus anhielt.

Bürgermeisterin: Explosion vor jüdischer Schule in Amsterdam - keine Verletzten

An einer Außenmauer einer jüdischen Schule in Amsterdam hat sich in der Nacht zum Samstag eine Explosion ereignet. Die Bürgermeisterin der Stadt, Femke Halsema, teilte mit, es gebe keine Verletzten und nur geringen Sachschaden. Die Polizei verfüge über Videoaufnahmen von einem Mann, der einen Sprengsatz deponiere. Polizei und Feuerwehr waren demnach schnell am Ort der Explosion im südlichen Stadtteil Buitenveldert und leiteten Ermittlungen ein.

Textgröße ändern: