Deutsche Tageszeitung - Branson will ab 11. Juli ins All fliegen - vor US-Konkurrent Bezos

Branson will ab 11. Juli ins All fliegen - vor US-Konkurrent Bezos


Branson will ab 11. Juli ins All fliegen - vor US-Konkurrent Bezos
Branson will ab 11. Juli ins All fliegen - vor US-Konkurrent Bezos / Foto: ©

Im Wettrennen der Milliardäre um den ersten eigenen Flug ins All will der Brite Richard Branson seinem US-Konkurrenten Jeff Bezos knapp zuvorkommen. Wie sein Unternehmen Virgin Galactic am Donnerstag (Ortszeit) in den USA mitteilte, öffnet sich am 11. Juli das Zeitfenster für den nächsten Testflug des Raumschiffs SpaceShipTwo Unity; Branson werde mit an Bord sein. Amazon-Gründer Bezos will seinerseits am 20. Juli mit dem ersten bemannten Flug seines Raumfahrtprojekts Blue Origin abheben.

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Die erfolgreichen Wirtschaftsmogule wollen mit ihren Unternehmen jeweils Touristen ins All befördern - der Markt gilt als sehr lukrativ. Bezos hatte Anfang Juni mitgeteilt, dass er selbst am 20. Juli in die Schwerelosigkeit starten wolle. Noch am Donnerstagvormittag beherrschte er erneut die Schlagzeilen mit der Ankündigung, dass er bei seinem Flug von der 82-jährigen US-Pilotin Wally Funk begleitet werde.

Doch das letzte Wort an diesem Tag hatte Branson: Sein Unternehmen Virgin Galactic kündigte an, dass Branson als "Missions-Spezialist" an Bord des nächsten Testfluges von SpaceShipTwo Unity sein werde. Der Start sei ab dem 11. Juli vorgesehen - "abhängig vom Wetter und technischen Überprüfungen".

"Ich glaube fest daran, dass das Weltall uns allen gehört", erklärte Branson. Er soll nach Angaben seines Unternehmens "die Erfahrung von Weltraumtouristen evaluieren und das gleiche Training, die gleiche Vorbereitung und den gleichen Flug absolvieren wie künftige Virgin-Galactic-Astronauten". Wer außerdem mit an Bord des Testfluges sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Der 57-jährige Bezos dagegen, der am Montag nach fast drei Jahrzehnten die Amazon-Konzernleitung niederlegt, hat seine Crew bereits benannt. Neben Flug-Pionierin Funk handelt es sich um Bezos’ Bruder Mark und einen "mysteriösen" Passagier, der bei einer Online-Auktion 28 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) gezahlt hatte.

Virgin Galactic und Blue Origin liefern sich einen harten Konkurrenzkampf. Im Markt der privaten Raumfahrtunternehmen liegt derzeit allerdings SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk, seinerseits ebenfalls vielfacher Milliardär, vorn: SpaceX hat schon Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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