Deutsche Tageszeitung - Erneut mehr Kegelrobben im Wattenmeer der Nordsee geboren

Erneut mehr Kegelrobben im Wattenmeer der Nordsee geboren


Erneut mehr Kegelrobben im Wattenmeer der Nordsee geboren
Erneut mehr Kegelrobben im Wattenmeer der Nordsee geboren / Foto: ©

Im Wattenmeer sind zuletzt erneut mehr Kegelrobben geboren worden. Wie das gemeinsame Wattenmeersekretariat Deutschlands, der Niederlande und Dänemarks am Montag in Wilhelmshaven mitteilte, stieg die Zahl neugeborener Tiere im Vergleich zum Vorjahr um 201 oder rund zehn Prozent auf 1927. Das entsprach etwa dem durchschnittlichen jährlichen Anstieg der vergangenen fünf Jahre, den das Wattenmeersekretariat auf elf Prozent bezifferte.

Textgröße ändern:

Der Kegenrobbennachwuchs kommt während des Winters zur Welt und wird auf Beobachtungsflügen gezählt. Die regionale Entwicklung war dabei unterschiedlich, so gab es vor Helgoland ein Plus von zwölf Prozent und an der niedersächsischen Küste eine Zunahme von 16 Prozent. In Schleswig-Holstein und Dänemark wurden dagegen fast keine Neugeborenen beobachtet. Die größten Populationen leben in den Niederlanden. Dort wurden zehn Prozent mehr Junge gezählt.

Die Gesamtzahl aller Kegelrobben während der Zeit des Fellwechsels im Frühjahr, die als wichtige Maßzahl bei der Bestandsbeobachtung dient, stieg im Vorjahresvergleich derweil um rund 16 Prozent auf 9069. In dieser Zeit verbringen die Robben ungewöhnlich viel Zeit an Land, weshalb sie aus der Luft sehr gut gezählt werden können.

Laut Wattenmeersekretariat ist es jedoch nur einschränkt möglich, daraus direkte Rückschlüsse auf die Entwicklung im Wattenmeer zu ziehen. Die Zählflüge finden auch über Sandbänken in der Nordsee statt, die von Tieren aus Großbritannien zum Rasten genutzt werden.

Kegelrobben sind die größten Raubtiere der Nordsee und Verwandte der kleineren Seehunde. Das Wattenmeer zählt zum Unesco-Welterbe und wird von den Anrainerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark gemeinsam geschützt. Das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven koordiniert Zusammenarbeit und Schutzmaßnahmen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Erneuter Großfund in Hamburger Hafen: Ermittler fangen 1,6 Tonnen Kokain ab

Einsatzkräfte von Zoll und Polizei haben im Hamburger Hafen 1,6 Tonnen Kokain in einer Bananenlieferung aus Südamerika abgefangen. Das Rauschgift im Wert von etwa 30 Millionen Euro sei im März in einem Container aus Ecuador entdeckt worden, teilten die Polizei und der Zoll am Freitag in der Hansestadt mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen liefen.

Prozess in Schweden: Mann soll 120 Männern Sex mit seiner Frau verkauft haben

In Schweden beginnt am Freitag ein Prozess gegen einen Mann, der seine Frau dazu genötigt haben soll, gegen Geld Sex mit etwa 120 Männern zu haben. Die Anklage wirft dem 62-Jährigen schwere Zuhälterei, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Der Mann bestreitet die Anschuldigungen. Der Fall sorgte in Schweden für Entsetzen und wurde mit dem der Französin Gisèle Pelicot verglichen, deren Mann sie betäubt und fremden Männern zur Vergewaltigung angeboten hatte.

Attacke mit Pyrotechnik auf israelisches Restaurant in München

Bei einer vermutlich antisemitisch motivierten Attacke auf ein israelisches Restaurant in München ist in der Nacht zu Freitag Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro entstanden. Unbekannte Täter beschädigten die Schaufenster des in der Maxvorstadt gelegenen Restaurants und warfen pyrotechnische Gegenstände in das Restaurant, teilte die Münchner Polizei mit. Die Tatverdächtigen konnten unerkannt fliehen.

44-Jähriger in Nordrhein-Westfalen bei Unfall mit Pyrotechnik tödlich verletzt

Ein 44-jähriger Mann ist in Gladbeck in Nordrhein-Westfalen mutmaßlich durch Pyrotechnik tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte fanden den schwer verletzten Mann im Bereich einer ehemaligen Bahntrasse, wie die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei in Recklinghausen am Freitag mitteilten. Zuvor hatten Zeugen Explosionsgeräusche gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten gehen von einem Unglücksfall beim Umgang mit Pyrotechnik aus.

Textgröße ändern: