Deutsche Tageszeitung - Bauleiter in Mexiko wegen Einsturzes von Schule zu 208 Jahren Haft verurteilt

Bauleiter in Mexiko wegen Einsturzes von Schule zu 208 Jahren Haft verurteilt


Bauleiter in Mexiko wegen Einsturzes von Schule zu 208 Jahren Haft verurteilt
Bauleiter in Mexiko wegen Einsturzes von Schule zu 208 Jahren Haft verurteilt / Foto: ©

Fast vier Jahre nach dem Einsturz eines Schulgebäudes bei einem Erdbeben in Mexiko ist ein Bauleiter zu einer Haftstrafe von 208 Jahren verurteilt worden. Der für Bauarbeiten an der Schule in Mexiko-Stadt verantwortliche Juan Mario Velarde habe in "vollkommen vorsätzlicher" Weise gegen seine Verantwortung verstoßen, kommentierte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im Fernsehsender Milenio das am Donnerstag verkündete Urteil.

Textgröße ändern:

Der Verurteilte habe gewusst, dass es "schwere strukturelle Mängel" an dem Gebäude gegeben habe, und den Schulbetrieb dennoch weiter erlaubt, sagte der Sprecher der Anklage. Bei dem Einsturz im September 2017 waren 19 Schüler und sieben Erwachsene getötet worden.

Im vergangenen Oktober war bereits die Inhaberin der Privatschule wegen fahrlässiger Tötung zu 31 Jahren Haft verurteilt worden. Bei Untersuchungen nach dem Einsturz hatten Experten festgestellt, dass die Inhaberin eine Wohnung über den Klassenräumen hatte, deren Gewicht mutmaßlich den Kollaps des Gebäudes beförderte. Nach einem Jahr auf der Flucht wurde die Frau festgenommen.

Bei dem Erdbeben der Stärke 7,1 in der mexikanischen Hauptstadt im September 2017 waren insgesamt 369 Menschen getötet worden. Aktivisten machten damals die verbreitete Korruption und Pfusch am Bau für den Einsturz vieler Gebäude verantwortlich.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Handelsstreit mit Kanada: Trump verdoppelt Zölle auf Autos

US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit Kanada eine Verdopplung der Zölle auf Fahrzeuge verkündet. Am 1. Januar würden die Zölle auf Pkw, Lkw sowie Autoteile und Stahl aus dem Land auf 50 Prozent erhöht, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Kanada habe die USA mit seinen Exporten "jahrelang über den Tisch gezogen", schrieb der US-Präsident zur Begründung.

Auto fährt in Bochumer U-Bahntunnel mehrere hundert Meter - keine Verletzten

In Bochum ist ein Auto nach einem medizinischen Notfall der Fahrerin zunächst in einen Tunnel der unterirdisch geführten Straßenbahn und dort dann noch mehrere hundert Meter weiter gefahren. Da es zur Unglückszeit am Montagvormittag zu keiner Begegnung mit einer Straßenbahn und damit zu keinem Zusammenstoß kam, wurde kein anderer Mensch verletzt, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte.

Nach Farbattacke auf Bernd das Brot: Figur in Erfurt wieder glanzlos und braun

Nach der Farbattacke auf eine Nachbildung von Bernd das Brot in Erfurt ist die Fernsehfigur wieder sauber. "Seit Samstag ist Bernd wieder ganz der Alte. Golden-braun, mürrisch, glanzlos", teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Unbekannte hatten die neben dem Erfurter Rathaus aufgestellte Kika-Figur in der Nacht zum Freitag vollständig mit silberner Farbe besprüht. Passanten bemerkten dies und verständigten die Polizei.

Illegaler Handel mit ägyptischem Kulturgut: Geldstrafen wegen Geldwäsche in Hamburg

Wegen vorsätzlicher Geldwäsche im Zusammenhang mit dem illegalen Verkauf altägyptischer Kulturschätze sind ein Mann und eine Frau in Hamburg zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt verurteilte den männlichen Beschuldigen nach Angaben einer Sprecherin am Montag zur Zahlung von 93.500 Euro, die weibliche Angeklagte soll dem Urteil zufolge 30.000 Euro zahlen. Den Mann sprach die zuständige Kammer zugleich vom Anklagevorwurf der bandenmäßigen Hehlerei frei, die Frau war von vornherein nur wegen vorsätzlicher Geldwäsche angeklagt.

Textgröße ändern: