Deutsche Tageszeitung - Deutsche Autofahrer informieren sich vor allem per Radio über Staus

Deutsche Autofahrer informieren sich vor allem per Radio über Staus


Deutsche Autofahrer informieren sich vor allem per Radio über Staus
Deutsche Autofahrer informieren sich vor allem per Radio über Staus / Foto: ©

Trotz digitaler Vernetzung bleibt das Radio für deutsche Autofahrer bei der Routenplanung die Informationsquelle erster Wahl: Etwa 90 Prozent von ihnen nutzen laut einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom die Verkehrsmeldungen des Rundfunks, um sich vor Staus warnen zu lassen. Nur 19 Prozent verwenden dafür Handy-Apps. Die Autobahngesellschaft des Bundes startete derweil am Dienstag ihre eigene neue Verkehrs-App.

Textgröße ändern:

Mit der "Autobahn App" lassen sich nach Angaben der Autobahn GmbH unter anderem persönliche Reisestrecken festlegen, Informationen zur aktuellen Verkehrslage und Baustellen abrufen oder Ladesäulen für Elektroautos finden. Auch der Zugriff auf mehr als 1000 Web-Kameras aus dem Autobahnnetz ist darüber möglich. Die neue App steht laut Autobahngesellschaft kostenlos in App-Stores zum Download bereit.

Laut Bitkom-Umfrage bleiben weiterhin auch Navigationsgeräte bei Auto- und Motorradfahrern beliebt. 65 Prozent von ihnen nutzen diese während der Fahrt. Nur eine verschwindend kleine Minderheit von zwei Prozent informiert sich demnach bei Fahrten gar nicht über die aktuelle Verkehrslage. Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von 1007 Menschen im Alter von mindestens 16 Jahren.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"

In einer Rede vor Studierenden in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Freitag vor einer Verstärkung von "Polarisierung, Konflikten, Angst und Gewalt" durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Zugleich kritisierte er die "Zerstörung der Umwelt" durch die Ausbeutung seltener Erden zur Beschleunigung des digitalen Wandels.

Tod von Siebenjährigem bei Schwimmunterricht: Mildere Strafen in Konstanz

In einem Berufungsverfahren um den Tod eines siebenjährigen Jungen beim Schwimmunterricht in Konstanz sind die Strafen für zwei Lehrerinnen gemildert worden. Das Landgericht Konstanz änderte ein vorhergehendes Urteil ab und verhängte Geldstrafen in Höhe von 9000 Euro und 8500 Euro, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Im Februar 2025 waren die Lehrerinnen wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Kind war im September 2023 ertrunken.

43 Jahre nach Tat: Prozess um Tötung von Sexarbeiter in Hamburg begonnen

43 Jahre nach der Tötung eines transsexuellen Prostituierten hat am Freitag in Hamburg der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Dem zum Zeitpunkt der Anklage 61-Jährigen wird vorgeworfen, das Opfer im Januar 1983 in dessen Wohnwagen in Hamburg erschossen zu haben, wie es von der Staatsanwaltschaft hieß. Er muss sich wegen Mordes verantworten.

Myanmars Präsident erlässt Amnestie - Haftstrafe von Suu Kyis reduziert

Eine Woche nach seiner Vereidigung als formal ziviler Präsident hat Myanmars Staatschef Min Aung Hlaing eine Amnestie für tausende Gefangene und die Umwandlung von Todesurteilen in lebenslange Haftstrafen verkündet. Zudem wurde die Reduzierung der Haftstrafen für andere Gefangene bekanntgegeben, was auch für die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gilt. Ihre langjährige Haftstrafe wurde um ein Sechstel reduziert, wie die Nachrichtenagentur AFP erfuhr. Der frühere Präsident Win Myint kam frei.

Textgröße ändern: