Deutsche Tageszeitung - Fans gedenken Amy Winehouse am zehnten Todestag

Fans gedenken Amy Winehouse am zehnten Todestag


Fans gedenken Amy Winehouse am zehnten Todestag
Fans gedenken Amy Winehouse am zehnten Todestag / Foto: ©

Zehn Jahre nach dem Tod von Amy Winehouse haben zahlreiche Fans der britischen Sängerin gedacht. Viele legten am Freitag Blumen an einer Statue von Winehouse im Londoner Stadtteil Camden nieder. Derweil präsentierte die britische Sendeanstalt BBC eine neue Dokumentation zum Leben der mit nur 27 Jahren verstorbenen Sängerin, in der sich die Familie darum bemüht, das von Drogenproblemen bestimmte Image der Sängerin zu korrigieren.

Textgröße ändern:

Er habe sich an ihrem Todestag "die Augen ausgeweint", sagte der 26-jährige Ravi Vyas, als er an der Statue in Camden pinke, rote und gelbe Rosen ablegte. Seitdem sei er nicht mehr der Selbe gewesen. Den Absturz von Winehouse zu erleben "hat uns realisieren lassen, dass wir alle Menschen sind und uns gegenseitig mit Respekt behandeln müssen".

Winehouse galt als Ausnahmekünstlerin, die ihre persönlichen Probleme mit Drogen oder ihrem Ex-Mann Blake Fielder-Civil in Songs wie "Back to black" und "Rehab" verarbeitete. Ihre Stimme und ihr musikalischer Stil zwischen Pop, Jazz und Soul waren so unverkennbar wie ihre äußere Erscheinung, mit zahlreichen Tattoos und hochgesteckter Bienenkorb-Frisur.

Allerdings litten mit der Zeit auch ihre Auftritte unter ihrem ausschweifenden Drogen- und Alkoholkonsum. Winehouse starb am 23. Juli 2011 an den Folgen einer Alkoholvergiftung.

In der neuen BBC-Dokumentation über Winehouse erzählt ihre Mutter Janis: "Sie denken, Sie kennen meine Tochter - die Drogen, die Sucht, die zerstörerischen Beziehungen - aber da war noch so viel mehr."

Der neue Dokumentarfilm tritt auch Vorwürfen entgegen, dass ihre Familie den Erfolg von Winehouse genossen und zugleich nicht genug getan habe, um der Sängerin bei der Überwindung der Sucht zu helfen.

Winehouses Freundin Catriona Gourley nimmt vor allem die Eltern in Schutz. "Janis und Mitch waren da, die ganze Zeit. Die unzähligen Male, die sie in Reha-Einrichtungen gebracht wurde", sagte Gourley, die nach eigenen Angaben selbst eine romantische Beziehung mit Winehouse gehabt hatte.

Ein Problem sei damals mit Sicherheit auch der Spott der Boulevardpresse über Winehouses Probleme gewesen, vermutet Gourley. Mit dem heutigen größeren Bewusstsein für psychische Probleme wäre ihre Freundin nicht so behandelt worden, sagte sie der BBC.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Per Notruf aus fahrendem Auto: Achtjährige stoppt Trunkenheitsfahrt ihrer Mutter

Eine Achtjährige hat bei Diepholz in Niedersachsen eine gefährliche Trunkenheitsfahrt ihrer Mutter gestoppt - per Notruf aus dem fahrenden Auto. Das verängstigte Kind setzte diesen per Freisprechanlage ab, wie die örtliche Polizei am Dienstag berichtete. Es habe in dem Notruf "aufgelöst" geschildert, wie die betrunkene Mutter Schlangenlinie fahre und auf die Gegenfahrbahn gerate. Polizisten lokalisierten den Wagen und stoppten ihn umgehend.

Merz bekennt sich vor Kabinettsklausur zu Kampf gegen Klimawandel

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich vor Beginn der Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg zur Notwendigkeit des Kampfes gegen die Erderwärmung bekannt. "Wir müssen den Klimawandel weiter eindämmen und zugleich unser Land besser an die Folgen des Klimawandels anpassen", sagte Merz in seinem Auftaktstatement am Dienstag. Darüber solle am Mittwoch im Kabinett beraten werden.

Menschenrechtsgericht fordert Freilassung des in der Türkei inhaftierten Kulturförderers Kavala

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei zur Freilassung des inhaftierten Kulturförderers Osman Kavala aufgefordert. Die Verurteilungen Kavalas in seiner Heimat hätten vor allem das Ziel verfolgt, ihn "für seine Rolle bei den Gezi-Protesten zu bestrafen und ihn als Menschenrechtsverteidiger zum Schweigen zu bringen", erklärte der Vorsitzende Richter Mattias Guyomar am Montag in Straßburg.

Medienberichte: Weitere Drohne und Sprengstoff nach Vorfall in Leipzig gefunden

Bei dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen Anfang August ist Medienberichten zufolge offenbar eine weitere Drohne eingesetzt worden. Am 14. August sei eine Drohne auf einem Feld im Kabelsketal westlich des Flughafens gefunden worden, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Dienstag. Polizeikräfte hätten an der Fundstelle außerdem eine Substanz entdeckt, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um militärischen Sprengstoff handeln könnte.

Textgröße ändern: