Deutsche Tageszeitung - Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia

Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia


Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia
Mit fast 90 nochmal zum Ironman: Japaner Hiromu Inada holt sich Tipps bei Olympia / Foto: ©

Man lernt nie aus: Obwohl er es schon dreimal geschafft hat, holt sich der weltweit älteste erfolgreiche Ironman-Teilnehmer gerade Tipps bei den Athleten der Olympischen Spiele. Im nächsten Jahr will Hiromu Inada nochmal beim härtesten Triathlon der Welt antreten und schaut deshalb den Athleten in Tokio besonders aufmerksam zu. "Es gibt so viel zu lernen. Ich wende es bei meinem Training an - und es funktioniert", sagt der 88-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Bei den Wettkämpfen mache er Aufnahmen von den Sportlern, um ihre Beinbewegungen und ihre Haltung zu analysieren, berichtet Inada. Bei den Olympischen Spielen zuzuschauen, ist angesichts seines eigenen strikten Trainingsplans aber gar nicht so nicht einfach: Morgens um 6.00 Uhr beginnt er mit Schwimmen, danach stehen jeweils mehrere Stunden Radfahren an.

Schon jetzt steht Inada im Guinness-Buch der Rekorde als ältester Athlet, der es beim Ironman über die Ziellinie geschafft hat. Fünf Jahre nach dem Rekord - mit fast 90 Jahren - will der passionierte Sportler im Oktober 2022 noch einmal an der Weltmeisterschaft auf Hawaii teilnehmen. "Im nächsten Jahr werde ich 90 Jahre alt, und ich will unbedingt dabei sein. Und ich will auf jeden Fall ins Ziel kommen", sagt er AFP.

Inada kam spät zu seiner Leidenschaft: Erst mit 60 Jahren lernte er schwimmen, nachdem er in Rente gegangen war, um seine kranke Frau zu pflegen. "Ich dachte, ich müsste Sport treiben, weil ich immer zu Hause war", sagt er.

Als Inada erstmals an einem Triathlon teilnahm, war er bereits 70 Jahre alt. "Triathlons sind mein Lebensinhalt", sagt er heute. "Die ganze Welt lacht darüber - aber ich sage mir, ich erlebe eine zweite Jugend. Aktiv zu sein, macht mich glücklich".

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: