Deutsche Tageszeitung - "Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus

"Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus


"Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus
"Dixie Fire" in Kalifornien breitet sich weiter rasant aus / Foto: ©

Die Feuerwehr in Kalifornien bekommt das verheerende "Dixie Fire" nicht in Griff: Nachdem der riesige Flächenbrand im Norden des US-Westküstenstaats bereits die Kleinstadt Greenville aus der Zeit des Goldrauschs zerstört hat, ordneten die Behörden am Donnerstag die Evakuierung zweier weiterer Orte an. Doch nicht alle Einwohner gehen freiwillig.

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Das sogenannte Dixie Fire war Mitte Juli ausgebrochen. Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die so sehr zugenommen haben, dass sie inzwischen ihr eigenes Mikroklima bilden und sich dadurch weiter anfachen. 110.000 Hektar sind bereits betroffen. Schon jetzt ist das "Dixie Fire" der sechstgrößte Brand in der Geschichte Kaliforniens, und ein Ende ist nicht in Sicht.

In der Nacht zum Donnerstag durchbrachen die Flammen erneut mehrere Kontrolllinien. Nach den Worten der Einsatzleitung breiteten sie sich stellenweise "explosionsartig" aus. Am Donnerstag forderten die Behörden alle Einwohner der beiden Gemeinden Taylorsville und Westwood auf, ihre Häuser so schnell wie möglich zu verlassen.

Doch die Feuerwehr hat nicht nur gegen die Flammen zu kämpfen, sondern auch gegen den Widerstand mancher Einwohner gegen Evakuierungsanordnungen. In Greenville musste sie immer wieder ihre Löscharbeiten unterbrechen, um Menschen zu retten. Manche hätten sich den Feuerwehrleuten mit gezogener Waffe entgegengestellt, weil sie ihre Häuser nicht verlassen wollten, berichtete der Einsatzleiter des Krisenstabs, Jake Cagle, am Donnerstag.

Waldbrände sind in der Region keine Seltenheit. Doch dieses Jahr sind sie wegen einer mehrjährigen Dürre, böiger Winde und eines heißen Frühsommers ungewöhnlich früh ausgebrochen. Experten sehen einen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Bislang haben die Brände dreimal mehr Vegetation vernichtet als zur gleichen Zeit 2020 - dem bisherigen Rekordjahr für Waldbrände in Kalifornien.

Eine vorläufige Untersuchung hat ergeben, dass wohl ein auf eine Stromleitung gekippter Baum die Ursache für das "Dixie Fire" war. Der Betreiber der Leitung, der US-Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) war bereits für das sogenannte "Camp Fire" in Kalifornien im Jahr 2018 verantwortlich gemacht worden. Damals lösten defekte Stromleitungen und mangelhafte Schutzvorkehrungen den Brand aus, bei dem 86 Menschen ums Leben kamen.

(W.Uljanov--DTZ)

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