Deutsche Tageszeitung - Mars-Rover scheitert bei erstem Versuch zur Sammlung von Gesteinsproben

Mars-Rover scheitert bei erstem Versuch zur Sammlung von Gesteinsproben


Mars-Rover scheitert bei erstem Versuch zur Sammlung von Gesteinsproben
Mars-Rover scheitert bei erstem Versuch zur Sammlung von Gesteinsproben / Foto: ©

Mission noch nicht erfüllt: Der Mars-Rover "Perseverance" ist beim ersten Versuch der Sammlung von Gesteinsproben auf dem Roten Planeten gescheitert. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am Freitag (Ortszeit) zwar Bilder einer kleinen Aufschüttung mit einem Loch in der Mitte - es ist das erste, das jemals von einem Roboter auf dem Mars gebohrt wurde. Von dem Rover übermittelte Daten zeigten jedoch, dass bei der Bohrung kein Gestein eingesammelt wurde.

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Dies sei zwar nicht der "erhoffte Volltreffer, aber Neuland zu betreten birgt immer ein gewisses Risiko", erklärte der Nasa-Wissenschaftler Thomas Zurbuchen. Doch werde das zuständige Nasa-Team nun an einer "Lösung" für das Einholen der Proben arbeiten: "Ich bin zuversichtlich, dass wir das richtige Team für dieses Vorhaben haben."

Die Bohrung ist der erste Schritt eines Prozesses zur Sammlung von Proben, der voraussichtlich elf Tage dauern soll. Ziel ist es, nach Spuren von uraltem mikrobischen Leben zu suchen, das möglicherweise in alten Seeablagerungen erhalten geblieben ist. Die Wissenschaftler erhoffen sich außerdem ein besseres Verständnis der geologischen Verhältnisse auf dem Mars. Geplant ist, im Verlauf mehrerer Jahre insgesamt etwa 30 Proben zu sammeln.

Der etwa Geländewagen-große Rover "Perseverance" war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot.

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dortn sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden um herauszufinden, ob das Gestein vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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