Deutsche Tageszeitung - Brände auf griechischer Insel Euböa wüten weiter

Brände auf griechischer Insel Euböa wüten weiter


Brände auf griechischer Insel Euböa wüten weiter
Brände auf griechischer Insel Euböa wüten weiter / Foto: ©

Die griechische Feuerwehr kämpft mit ausländischer Unterstützung den zwölften Tag in Folge gegen enorme Waldbrände. Am Sonntag wüteten die Feuer in vielen Gebieten der Insel Euböa weiterhin besonders stark, hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Brände nördlich der Hauptstadt Athen konnten hingegen gelöscht werden.

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Im Norden von Euböa waren nach Angaben der Feuerwehr 263 griechische sowie über 200 ukrainische und rumänische Feuerwehrleute im Einsatz, dazu 66 Fahrzeuge und sieben Löschflugzeuge und -helikopter. Hunderte Häuser waren dort in den vergangenen Tagen bereits zerstört worden. Nun bedrohten die Flammen auch die Ortschaften Ellinika, Vasilika und Psaropouli.

Euböa ist die zweitgrößte Insel Griechenlands und ist nördlich von Athen lediglich durch eine enge Meerenge vom Festland getrennt. Sie ist überwiegend bergig und mit Kiefern bewachsen. Steile Hänge und zerklüftetes Gelände erschweren die Löscharbeiten.

Bei Sonnenaufgang am Sonntag wurden erneut Bewohner von einem Strand der Insel gerettet, wo sie von den Flammen eingekesselt worden waren, wie die Nachrichtenagentur ANA berichete. An der Küste waren Militär- und Fährboote in Alarmbereitschaft, sollten weitere Evakuierungen nötig werden.

Im Norden Athens hat sich die Lage derweil stabilisiert. Das Feuer, das dort seit Dienstag in mehreren Ortschaften gewütet hatte, war am Sonntagmorgen nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr aktiv. Auf der südwestlichen Halbinsel Peloponnes brannte es hingegen weiterhin in den Bezirken Elis und Messenien und in der Gemeinde Anatoliki Mani.

Am Samstag hatten die griechischen Behörden noch 55 aktive Feuer gemeldet, davon fünf Großbrände. Laut Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (Effis) vom Samstag verbrannten allein in den vorherigen zehn Tagen 56.000 Hektar Land. In den Jahren 2008 bis 2020 waren es im selben Zeitraum im Durchschnitt 1700 Hektar.

Mit Temperaturen zwischen 40 und 45 Grad Celsius erleben Griechenland und die benachbarte Türkei derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle. In der Türkei hatte sich die Lage in der betroffenen Provinz Antalya am Samstag nach starkem Regen deutlich entspannt.

(A.Stefanowych--DTZ)

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