Deutsche Tageszeitung - Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei

Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei


Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei
Mindestens neun Tote bei schweren Überschwemmungen im Norden der Türkei / Foto: ©

Bei den schweren Überschwemmungen in der türkischen Schwarzmeer-Region sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten in der Stadt Bartin dauere noch an, teilte das Katastrophenschutzministerium am Donnerstag mit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte nach Angaben eines Sprechers mit den führenden Politikern der betroffenen Regionen und versprach, jede verfügbare staatliche Unterstützung bereitzustellen.

Textgröße ändern:

Nach Behördenangaben waren mehr als 1000 Rettungskräfte im Einsatz. Demnach verteilten Mitarbeiter des Roten Halbmonds in den betroffenen nördlichen Regionen Lebensmittel und brachten mehr als 5000 Menschen in Studentenwohnheimen unter. In drei Dörfern fiel der Strom aus und Mobilfunketze funktionierten in einigen der betroffenen Orte nicht.

Seit Dienstag stehen Teile der Provinzen Kastamonu, Bartin und Sinop unter Wasser: Straßen wurden zu reißenden Flüssen, Schlammlawinen begruben Wege unter sich. Aufnahmen im Fernsehen und Online-Netzwerken zeigten, wie das Wasser in einigen Städten bis auf die Höhe von Straßenschildern stieg.

Der Minister für Land- und Forstwirtschaft, Bekir Pakdemirli, warnte am Mittwoch, dass die Gegend "einem Desaster, das wir seit 50 oder 100 Jahren nicht gesehen hatten" gegenüberstehe. In den gebirgigen Schwarzmeer-Regionen der Türkei kommt es in den Sommermonaten häufig zu heftigen Niederschlägen, die Hochwasser und Schlammlawinen auslösen. Erst im vergangenen Monat starben sechs Menschen bei Überschwemmungen in der nordöstlichen Provinz Rize.

Die heftigen Regenfälle setzten unmittelbar nach verheerenden Bränden an der türkischen Mittelmeer- und Ägäisküste ein, bei denen seit Ende Juli acht Menschen ums Leben kamen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Arbeiter in Brandenburg stürzt von Baugerüst und stirbt

Ein Bauarbeiter ist in Brandenburg von einem Gerüst gefallen und gestorben. Das Unglück ereignete sich am Mittwochmittag in Oranienburg, wie die Polizei am Donnerstag in Neuruppin mitteilte. Der 52-Jährige befand sich auf Höhe der vierten Etage und stürzte aus zunächst unklarer Ursache in die Tiefe.

31-Jähriger wegen Hackerangriffs auf deutsche Rosneft-Tochter verurteilt

Wegen eines Hackerangriffs auf das deutsche Tochterunternehmen des russischen Konzerns Rosneft ist ein Mann in Berlin zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn des Ausspähens von Daten in zwei Fällen schuldig, davon in einem Fall in Tateinheit mit sogenannter Computersabotage, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte.

Suche nach mehr als 1300 Vermissten nach Sturzflut am Himalaya - Acht Deutsche vermisst

Nach den verheerenden Sturzfluten im Himalaya suchen Rettungskräfte in Schlamm und Geröll nach mehr als 1300 Vermissten, darunter mindestens acht Deutsche und hunderte weitere Touristen aus aller Welt. Bis Donnerstag wurden mehr als 270 Tote geborgen, die weitaus meisten davon in Nepal. Experten warnten vor möglichen weiteren Flutwellen.

Tödliche Messerattacke auf Mann in Uelzen: Zehn Jahre Haft wegen Totschlags

Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Mann im niedersächsischen Uelzen ist ein 27-Jähriger zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das entschied das Landgericht Lüneburg nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag. Der Beschuldigte hatte einen algerischen Staatsbürger im Januar auf offener Straße mit einem Küchenmesser tödlich verletzt. Angeklagt war die Tat als Mord aus fremdenfeindlichem Motiv, davon war die Kammer nach der Beweisaufnahme allerdings nicht überzeugt.

Textgröße ändern: