Deutsche Tageszeitung - Erstmals Panda-Nachwuchs in Singapur

Erstmals Panda-Nachwuchs in Singapur


Erstmals Panda-Nachwuchs in Singapur
Erstmals Panda-Nachwuchs in Singapur / Foto: ©

In Singapur ist erstmals ein Panda zur Welt gekommen. Das Pandaweibchen Jia Jia brachte nach einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung ein Jungtier zur Welt, wie der Zoo des Stadtstaats am Sonntag mitteilte. Zuvor waren in den vergangenen Jahren mehrere Paarungsversuche mit dem Pandamännchen Kai Kai fehlgeschlagen.

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"Die erste Schwangerschaft von Jia Jia und die Geburt eines Jungtieres sind ein bedeutender Meilenstein für uns bei der Pflege dieser bedrohten Tierart in Singapur", erklärte der stellvertretende Zoo-Geschäftsführer Cheng Wen-Haur. "Dies ist das Ergebnis guter Tierpflege, unterstützter Reproduktionswissenschaft und schierer Ausdauer unserer Mitarbeiter in Verbindung mit wertvollen Ratschlägen der chinesischen Panda-Experten."

In freier Wildbahn bekommen Pandas alle zwei Jahre Nachwuchs, wobei die Weibchen pro Jahr lediglich in einem Zeitfenster von bis zu 48 Stunden fruchtbar sind. In Zoos misslingt die natürliche Befruchtung deshalb meistens. Zudem verlieren die männlichen Pandas in Ermangelung von Partnerinnen häufig ihren Sextrieb oder die für die Paarung erforderlichen Fertigkeiten.

Die Pandas Jia Jia und Kai Kai sind eine zehnjährige Leihgabe aus China und kamen 2012 nach Singapur. China betreibt seine "Panda-Diplomatie" seit dem Ende des Kalten Krieges: Das Land verkauft die Tiere nicht, sondern gibt sie gegen eine Leihgebühr an andere Länder. Die Volksrepublik ist das einzige Land, in dem Pandas noch in freier Wildbahn leben.

Seit 2016 gelten die Riesenpandas laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN nicht mehr als "stark gefährdet", sondern nur noch als "gefährdet". 500 der Tiere leben in Gefangenschaft, rund 2000 in freier Wildbahn in China.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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