Deutsche Tageszeitung - Sechster Verdächtiger nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe gefasst

Sechster Verdächtiger nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe gefasst


Sechster Verdächtiger nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe gefasst
Sechster Verdächtiger nach Juwelendiebstahl aus Grünem Gewölbe gefasst / Foto: ©

Etwa ein Jahr und neun Monate nach dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden haben die Ermittler einen sechsten Verdächtigen gefasst. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der sächsischen Hauptstadt mitteilten, wurde der 23-Jährige am Donnerstag in einer Wohnung in Berlin festgenommen. Auch er soll demnach direkt an dem nächtlichen Museumseinbruch beteiligt gewesen sein.

Textgröße ändern:

Laut Ermittlern waren damit nun alle mutmaßlich unmittelbar an der Tat beteiligten Verdächtigen ermittelt und von den Behörden gestellt. Vier Verdächtige waren schon Ende 2020 gefasst worden, ein fünfter im Mai dieses Jahres. Daneben wird noch gegen mehrere Beschuldigte wegen Beihilfe ermittelt, etwa weil sie das Museum im Vorfeld des Einbruchs im November 2019 ausgespäht haben sollen.

Damals waren die Täter durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen wenigen Minuten stahlen sie historischen Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert von großem Wert aus einer Vitrine. Anschließend flohen sie mit einem Auto, das sie später in Brand setzten. Der Coup löste auch international erhebliche Aufmerksamkeit aus.

Eine Sonderkommission der sächsischen Polizei ermittelt seitdem, die Juwelen wurden bislang nicht gefunden. Die Verdächtigen in dem Fall stammen aus dem kriminellen sogenannten Clanmilieu der Hauptstadt. Alle sechs Beschuldigten wurden in Berlin gefasst.

Die Ermittlungen würden "aufgrund des Umfangs und der Komplexität des Sachverhalts" weiterhin "erhebliche Zeit in Anspruch nehmen", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der am Morgen gefasste Verdächtige sollte noch im Laufe des Donnerstags nach Dresden gebracht und einem Haftrichter vorgeführt werden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst

Nach massiven Überschwemmungen in Nepal werden in dem Himalaya-Staat hunderte Touristen vermisst. Nach vorläufigem Stand gebe es von 384 Touristen kein Lebenszeichen, darunter 291 Ausländer, erklärte die nepalesische Tourismusbehörde am Mittwoch. Videoaufnahmen zeigten Wassermassen, die Häuser mit sich rissen, und in Schlamm versunkene Gebäude. Chinesische Staatsmedien berichteten über einen Erdrutsch im Grenzgebiet zu Nepal mit vielen Opfern.

Mann soll Ehefrau in Rheinland-Pfalz in Auto getötet haben - Anklage

Weil er seine Ehefrau in einem Auto in Rheinland-Pfalz getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen 42-Jährigen erhoben. Die Anklage wirft ihm Mord vor, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach soll er Ende Mai seine getrennt von ihm lebende Frau in ihrem Auto nahe Wirft in der Verbandsgemeinde Adenau mit einem Messer erstochen haben.

Frau vor Augen von Sohn ermordet: Berliner Urteil gegen Ehemann rechtskräftig

Wegen einer tödlichen Messerattacke auf seine Ehefrau vor den Augen des eigenen Sohns muss ein Mann aus Berlin ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Mordurteil des Berliner Landgerichts, wie er am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Der Mann stach demnach im April 2025 mit einem Küchenmesser auf die 37-Jährige ein, weil sie seinen Wünschen nicht uneingeschränkt folgen wollte. (Az. 5 StR 250/26)

Sächsischer Munitionsskandal: Vorwürfe gegen Schießtrainer werden neu geprüft

Im sächsischen Munitionsskandal muss das Landgericht Dresden Vorwürfe gegen einen Polizisten neu prüfen. Die Freisprüche für zwei weitere Beamte bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) an seinem Sitz in Leipzig dagegen, wie das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Es ging um eine Fortbildungsreise des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) beim Landeskriminalamt im Jahr 2018. (Az. 5 StR 401/25)

Textgröße ändern: