Deutsche Tageszeitung - Prozess um Millionenbetrug mit erfundenen Windparks in Niedersachsen gestartet

Prozess um Millionenbetrug mit erfundenen Windparks in Niedersachsen gestartet


Prozess um Millionenbetrug mit erfundenen Windparks in Niedersachsen gestartet
Prozess um Millionenbetrug mit erfundenen Windparks in Niedersachsen gestartet / Foto: ©

Vor dem Landgericht in Osnabrück hat am Dienstag ein Großprozess um einen mutmaßlichen Millionenbetrug mit frei erfundenen Windparkprojekten begonnen. Fünf Beschuldigte müssen sich in der niedersächsischen Stadt wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in acht Fällen verantworten. Laut Anklage sollen sie als Vertreter einer Firmengruppe verschiedene Energiekonzerne durch großangelegte Täuschungsmanöver um rund zehn Millionen Euro betrogen haben.

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Laut Staatsanwaltschaft verleiteten sie die Firmen zwischen 2015 und 2021 zu Investitionen in angeblich neu entstehende Windparks in Niedersachsen, die tatsächlich aber gar nicht in Planung waren. Dafür legten sie diesen laut Anklage unter anderem "diverse gefälschte Flächennutzungsverträge" vor. Bei den Geschädigten handelte es sich unter anderem um deutsche Tochterfirmen von Konzernen aus Italien und Großbritannien.

Der Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts ist äußerst umfangreich. Es sind bereits Termine bis ins kommende Jahr angesetzt. Allein die Verlesung der Anklageschrift zum Auftakt des Verfahrens dauerte mehrere Stunden, wie eine Sprecherin des Gerichts berichtete.

Den Angeklagten werden zusätzlich zu den Hauptvorwürfen auch noch verschiedene weitere Betrugs- und Untreuedelikte sowie Geldwäsche zur Last gelegt. Im Fall des Hauptangeklagten und Chefs der Firmengruppe geht es etwa um einen Betrug zulasten einer deutschen Windenenergiegesellschaft, durch den laut Anklage ein Schaden von weiteren rund 107.000 Euro entstanden sein soll.

(A.Nikiforov--DTZ)

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