Deutsche Tageszeitung - US-Kriminalpolizei ordnet drei Morde in den 2000er Jahren brasilianischem Piloten zu

US-Kriminalpolizei ordnet drei Morde in den 2000er Jahren brasilianischem Piloten zu


US-Kriminalpolizei ordnet drei Morde in den 2000er Jahren brasilianischem Piloten zu
US-Kriminalpolizei ordnet drei Morde in den 2000er Jahren brasilianischem Piloten zu / Foto: ©

Die Kriminalpolizei im US-Bundesstaat Florida hat drei Morde an Frauen, die vor rund 20 Jahren begangen wurden, einem mutmaßlichen brasilianischen Serienmörder zuordnen können. Die DNA-Spuren am Tatort hätten eindeutig auf den mittlerweile verstorbenen Piloten Roberto Wagner Fernandes zurückgeführt werden können, teilte die zuständige Polizeibehörde im Bezirk Broward am Dienstag (Ortszeit) mit. Fernandez, der in den 1990er und 2000er Jahren in Miami lebte, könnte demnach auch für weitere Morde verantwortlich sein.

Textgröße ändern:

"Ich glaube, dass es noch weitere Fälle gibt, das ist Teil unserer laufenden Ermittlungen", sagte der Kriminalbeamte Zachary Scott. Bei den drei getöteten Frauen handelte es sich der Polizei zufolge um Prostituierte, die unter Drogenabhängigkeit litten.

Die Leiche des ersten Opfers war im Juni 2000 in einem Koffer gefunden worden. Zwei Monate später entdeckte die Polizei eine weitere Tote in einem Seesack am Straßenrand. Ein drittes Opfer wurde erstochen, ihre Leiche wurde im August 2001 in einer Meeresbucht in Miami gefunden. Nachdem im letzten Fall der Verdacht auf ihn gefallen war, floh Fernandes in seine Heimat Brasilien. 2005 starb er bei einem Flugzeugabsturz.

Rund zehn Jahre nach dem Fund der dritten Leiche gelang den Ermittlern ein bedeutender Fortschritt: Anhand der DNA-Spuren und Fingerabdrücke an den Tatorten fanden sie heraus, dass alle drei Fälle auf denselben Täter zurückzuführen seien.

Um Gewissheit zu erlangen, machten sich die Ermittler auf die Suche nach dem Grab von Fernandes. "Wir mussten prüfen, ob der Tod echt war oder nicht", sagte der Kriminalbeamte Nikoli Trifonov. "Menschen können ihren Tod vortäuschen, besonders, wenn sie einen Mord begangen haben."

Fernandes’ Überreste seien schließlich exhumiert worden. Die Behörden konnten seine DNA eindeutig den drei Morden in Florida zuordnen. Der Mann war den Ermittlern zufolge bereits im Jahr 1996 in Brasilien wegen des Mordes an einer Frau angeklagt worden, wurde jedoch von einem Gericht freigesprochen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

"Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste

Die USA haben ihre Sanktionen gegen Syrien weiter gelockert. Die US-Regierung strich das Land am Montag nach fast fünf Jahrzehnten von der Liste der "staatlichen Unterstützer des Terrorismus", wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Die USA hatten Syrien erstmals Ende 1979 auf ihre Schwarze Liste gesetzt und damit Investitionen in das Land weitgehend unterbunden.

Handelsstreit mit Kanada: Trump verdoppelt Zölle auf Autos

US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit Kanada eine Verdopplung der Zölle auf Fahrzeuge verkündet. Am 1. Januar würden die Zölle auf Pkw, Lkw sowie Autoteile und Stahl aus dem Land auf 50 Prozent erhöht, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Kanada habe die USA mit seinen Exporten "jahrelang über den Tisch gezogen", schrieb der US-Präsident zur Begründung.

Auto fährt in Bochumer U-Bahntunnel mehrere hundert Meter - keine Verletzten

In Bochum ist ein Auto nach einem medizinischen Notfall der Fahrerin zunächst in einen Tunnel der unterirdisch geführten Straßenbahn und dort dann noch mehrere hundert Meter weiter gefahren. Da es zur Unglückszeit am Montagvormittag zu keiner Begegnung mit einer Straßenbahn und damit zu keinem Zusammenstoß kam, wurde kein anderer Mensch verletzt, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte.

Nach Farbattacke auf Bernd das Brot: Figur in Erfurt wieder glanzlos und braun

Nach der Farbattacke auf eine Nachbildung von Bernd das Brot in Erfurt ist die Fernsehfigur wieder sauber. "Seit Samstag ist Bernd wieder ganz der Alte. Golden-braun, mürrisch, glanzlos", teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Unbekannte hatten die neben dem Erfurter Rathaus aufgestellte Kika-Figur in der Nacht zum Freitag vollständig mit silberner Farbe besprüht. Passanten bemerkten dies und verständigten die Polizei.

Textgröße ändern: