Deutsche Tageszeitung - US-Stars kritisieren neues Abtreibungsgesetz in Texas

US-Stars kritisieren neues Abtreibungsgesetz in Texas


US-Stars kritisieren neues Abtreibungsgesetz in Texas
US-Stars kritisieren neues Abtreibungsgesetz in Texas / Foto: ©

Mehrere US-Stars haben die massive Verschärfung des Abtreibungsgesetzes im Bundesstaat Texas scharf kritisiert. "Wir müssen für die reproduktive Freiheit aller kämpfen", schrieb die Schauspielerin Eva Longoria Baston am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter. "Ich stehe an der Seite der Frauen in Texas, die das verfassungsmäßige Recht haben, Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihren eigenen Körper zu treffen", schrieb ihre Kollegin und Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon.

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Longoria, die besonders aus der Serie Desperate Housewives bekannt ist, bezeichnete das neue Gesetz als "extrem". Frauen sollten selbst Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihre Zukunft treffen können. "Dieses Verbot wird eine Blaupause für Verbote überall in den USA sein", warnte die Sängerin Pink.

Das seit Mittwoch geltende Gesetz ist das strengste Abtreibungsgesetz in den USA. Es verbietet Abtreibungen ab dem Zeitpunkt, zu dem der Herzschlag des Fötus festgestellt werden kann, also etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche. Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie schwanger sind.

Der konservativ dominierte Supreme Court hatte in der Nacht zum Donnerstag einen Eilantrag gegen das texanische Abtreibungsgesetz abgelehnt. Die Richter führten dabei prozedurale Gründe an und betonten, es handle sich nicht um ein Urteil über die Verfassungsmäßigkeit des umstrittenen Gesetzes.

Seitdem hagelt es Kritik an der Entscheidung. Auch US-Präsident Joe Biden fand ungewöhnlich scharfe Worte: Das Vorgehen der Verfassungsrichter sei ein "beispielloser Angriff" auf das Grundrecht von Frauen auf Abtreibungen und entfessele "verfassungswidriges Chaos".

Der Oberste Gerichtshof hatte 1973 in seinem Grundsatzurteil "Roe v. Wade" Abtreibungen bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat legalisiert. Abtreibungsgegner dringen darauf, dass dieses Urteil gekippt wird - und setzen dabei auf die unter Präsident Donald Trump ausgebaute konservative Mehrheit am Supreme Court. Mit Spannung erwartet wird die Entscheidung der Verfassungsrichter zu einem Abtreibungsgesetz des Bundesstaats Mississippi, mit dem sie sich im Herbst befassen.

(A.Nikiforov--DTZ)

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