Deutsche Tageszeitung - US-Tennisspielerin Sloane Stephens macht Internet-Hassnachrichten öffentlich

US-Tennisspielerin Sloane Stephens macht Internet-Hassnachrichten öffentlich


US-Tennisspielerin Sloane Stephens macht Internet-Hassnachrichten öffentlich
US-Tennisspielerin Sloane Stephens macht Internet-Hassnachrichten öffentlich / Foto: ©

Angesichts einer Flut von Hassnachrichten in Online-Netzwerken hat US-Tennisspielerin Sloane Stephens einige der an sie gerichteten Botschaften veröffentlicht. "Ich bin ein Mensch", schrieb sie auf Instagram. "Es ist so schwer, solche Nachrichten zu lesen. Ich poste aber ein paar davon, damit ihr sehen könnt, wie das ist."

Textgröße ändern:

Stephens hatte am Freitag in der dritten Runde der US Open gegen Angelique Kerber verloren und danach nach eigenen Angaben mehr als 2000 Hassnachrichten und Drohungen bekommen. In einer der nun von ihr veröffentlichten Botschaften wird ihr damit gedroht, ihr Bein so stark zu zerstören, dass sie nicht mehr laufen könne.

"Diese Art von Hass ist so anstrengend und endlos", schrieb Stephens. Zuvor hatten schon andere Profisportlerinnen aus verschiedenen Bereichen über psychische Gesundheitsprobleme und den extrem hohen Druck des Sports berichtet.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Gericht: Internetanbieter muss Pornoseiten vorerst nicht in Deutschland sperren

Ein großer Internetanbieter muss zwei Pornografieplattformen eines Anbieters aus Zypern laut einer Gerichtsentscheidung vorerst nicht für Nutzer in Deutschland sperren. Die nordrhein-westfälische Landesanstalt für Medien dürfe dem Internetanbieter die Sperrung der Plattformen vorläufig nicht auferlegen, teilte das Oberverwaltungsgericht in Münster am Freitag mit. Damit bestätigte das Gericht vorläufig mit zwei Eilbeschlüssen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf.

UNO: Geplanter Livestream von Hinrichtung in den USA ist Form von "Folter"

Die Vereinten Nationen haben den angekündigten Livestream der Hinrichtung eines verurteilten Attentäters als eine Form von "Folter" verurteilt. "Die Live-Übertragung einer Hinrichtung ist gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung und würde gegen das absolute Folterverbot verstoßen", erklärte das Büro des UN-Beauftragten für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP.

Nach Kunstskandal: BGH prüft Herausgabe von gefälschtem Bild an Fälscher

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Freitag (09.00 Uhr) über einen der großen Kunstskandale der vergangenen Jahre. Der Fälscher selbst will ein Bild zurück, das er einst als angebliches Original verkaufte. Ein Auktionshaus versteigerte es 2006 für fast 2,9 Millionen Euro als "Rotes Bild mit Pferden" des Malers Heinrich Campendonk von 1914. (Az. V ZR 242/24)

USA wollen Hinrichtung von Attentäter durch Erschießungskommando live übertragen

Die USA wollen die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live übertragen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Videointerview, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten (...), und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte auf Anfrage, die Hinrichtung am 3. Dezember solle "live übertragen" werden.

Textgröße ändern: