Deutsche Tageszeitung - Samoas Regierungschefin warnt in Klimafragen vor "schlimmer" Zukunft

Samoas Regierungschefin warnt in Klimafragen vor "schlimmer" Zukunft


Samoas Regierungschefin warnt in Klimafragen vor "schlimmer" Zukunft
Samoas Regierungschefin warnt in Klimafragen vor "schlimmer" Zukunft / Foto: ©

Samoas neue Regierungschefin Fiame Naomi Mata’afa hat angesichts des Klimawandels vor einer "schlimmen" Zukunft gewarnt. Die Pazifik-Region sei in der Klimadebatte lange Zeit eine "vereinzelte Stimme" gewesen, doch inzwischen hätten die wissenschaftlichen Berater die internationale Aufmerksamkeit auf dieses Problem gelenkt, sagte die 64-jährige, die seit Juli als erste Regierungschefin des Inselstaats im Amt ist, der Nachrichtenagentur AFP.

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Durch den Anstieg der Meeresspiegel seien kleinere Atolle wie Tokelau, Tuvalu und Kiribati schon heute bedroht, sagte Mata’afa. "Das Wasser ist auf dem Vormarsch." Darüber hinaus gebe es über dem Südpazifik häufiger Wirbelstürme. Früher seien solche Stürme "alle 50 oder 60 Jahre" aufgetreten, inzwischen sei es "alle zwei oder drei Jahre".

In Samoa seien die Auswirkungen an der Küste spürbar, sagte Mata’afa. Sie machte darauf aufmerksam, dass 70 Prozent ihres Landes ans Meer grenze. Die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz COP 26 im schottischen Glasgow müssten die Zielsetzungen des Pariser Klimagipfels von 2015 bekräftigen, nach denen die Erderwärmung auf 1,5 Grad über dem vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden soll, forderte Mata’afa. Dafür müsse das Ziel der Rettung des Planeten einen höheren Stellenwert erhalten als das Wirtschaftswachstum.

Mata’afa zeigte sich zuversichtlich, dass ihr Wahlsieg zur Gleichberechtigung in der Pazifik-Region führen könnte, in der die Vertretung von Frauen in den Parlamenten besonders niedrig liegt. Wann immer eine Frau in "irgendeinem Bereich" erfolgreich sei, würden Mädchen und Frauen sehen, "dass es zu schaffen ist", sagte Mata’afa. "In diesem Sinne ist es wichtig."

(A.Stefanowych--DTZ)

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