Deutsche Tageszeitung - Mit Mutter extrem zerstrittener Vater darf nicht an Einschulung teilnehmen

Mit Mutter extrem zerstrittener Vater darf nicht an Einschulung teilnehmen


Mit Mutter extrem zerstrittener Vater darf nicht an Einschulung teilnehmen
Mit Mutter extrem zerstrittener Vater darf nicht an Einschulung teilnehmen / Foto: ©

Ein umgangsberechtigter Vater, der mit der Mutter seines Kinds extrem zerstritten ist, darf nicht an der Einschulungsfeier teilnehmen. Eine Eskalation auf offener Bühne mit schlimmstenfalls traumatischen Folgen für das Kind müsse verhindert werden, erklärte das Oberlandesgericht (OLG) im rehinland-pfälzischen Zweibrücken am Mittwoch und wies einen Eilantrag zurück. Der Mann hatte der Kindsmutter früher vorgeworfen, ihre Kinder sexuell missbraucht zu haben. (Az. 2 UFH 2/21)

Textgröße ändern:

Es handle sich um einen ein "außergewöhnlich tiefgreifenden Trennungskonflikt", erklärte das OLG weiter. Es habe schon mehrere familiengerichtliche Verfahren gegeben, das Amtsgericht Kaiserslautern habe der Frau das Sorgerecht für beide Kinder übertragen. Dem Vater wurde ein Umgangsrecht für zwei Stunden in der Woche unter Begleitung des Kinderschutzbunds zugesprochen. Dagegen legte er Beschwerde ein, die noch verhandelt wird.

Er fragte zudem die Mutter, ob er an der Einschulungsfeier teilnehmen dürfe. Diese lehnte unter Androhung eines Polizeieinsatzes ab. Daraufhin zog der Vater vor das OLG, das nun gegen ihn entschied. Zwar beinhalte das Umgangsrecht auch das Recht zur Teilnahme an besonderen Veranstaltungen, hieß es zur Begründung. Dies setze aber voraus, dass beide Eltern spannungsfrei an dieser Veranstaltung teilnehmen könnten. In dem Fall sei keine vernünftige Kommunikation mehr möglich.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

15-Jähriger soll eigenen Vater getötet haben: Untersuchungshaft wegen Mordverdachts

Ein 15-Jähriger soll in Dortmund seinen Vater getötet haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntag mitteilten. Der 49-jährige Vater war am Samstag tot in seiner Wohnung im Stadtteil Hörde gefunden worden, anschließend geriet der Jugendliche unter Verdacht.

Betrunkener greift zu Akku-Schere - Hecke von Anwohner in Lüneburg verunstaltet

Ein Betrunkener hat sich im niedersächsischen Lüneburg ungefragt als Gärtner versucht und am frühen Sonntagmorgen die Hecke eines Anwohners verschandelt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nun wegen Sachbeschädigung gegen den 25-Jährigen. Er nahm demnach eine Akku-Heckenschere aus dem Kofferraum seines Autos und schritt zur Tat.

Frau an Alsterwanderweg in Hamburg getötet: Polizei fasst 22-jährige Verdächtige

Nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einer Frau in einem Grüngürtel am Lauf der Alster in Hamburg ist eine Verdächtige gefasst worden. Die 22-Jährige sei am Samstagabend im Stadtteil Alsterdorf lokalisiert und festgenommen worden, teilte die Polizei in der Hansestadt am Sonntag mit. Bei der Verdächtigen lägen "Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung" vor, hieß es.

Segeljacht kentert vor Büsum: Drei Schiffbrüchige aus Nordsee gerettet

Nach dem Kentern eines Segelboots auf der Nordsee vor Büsum sind drei Schiffbrüchige gerettet worden. Sie wurden am Samstag eine Seemeile (1,8 Kilometer) vor dem schleswig-holsteinischen Küstenort von einem Seenotkreuzer und einer anderen Segeljacht aus dem Wasser geholt, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte. Es handelte sich um ein Ehepaar mit ihrem erwachsenen Sohn.

Textgröße ändern: