Deutsche Tageszeitung - Mindestens ein Toter bei Erdbeben der Stärke 7,1 in Mexiko

Mindestens ein Toter bei Erdbeben der Stärke 7,1 in Mexiko


Mindestens ein Toter bei Erdbeben der Stärke 7,1 in Mexiko
Mindestens ein Toter bei Erdbeben der Stärke 7,1 in Mexiko / Foto: ©

Bei einem schweren Erdbeben in Mexiko ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 7,1 erschütterte am Dienstagabend die Umgebung des Badeortes Acapulco an der Pazifikküste, die Erschütterungen waren aber auch in der 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren. Bewohner und Touristen flüchteten aus ihren Häusern und Hotels.

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Das Zentrum des Bebens lag elf Kilometer südöstlich von Acapulco im Bundesstaat Guerrero, wie der Nationale Erdbebendienst mitteilte. Nach Angaben des Gouverneurs von Guerrero, Héctor Asutudillo, starb ein Mann in der Stadt Coyuca de Benítez, als er von einem umstürzenden Strommast getroffen wurde.

Auch in Acapulco stürzten Strommasten um, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Trümmerteile krachten auf Autos und an einer Kirche brachen Mauerstücke aus der Fassade.

Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte in einer Video-Botschaft, Bericht über größere Schäden gebe es nicht.

Die Bürgermeisterin von Acapulco, Adela Román, sprach aber von großer Nervosität in der Stadt. Mehrere Nachbeben hätten die Menschen in Angst versetzt, sagte sie. Zudem seien nach dem Beben "viele Gaslecks" in Wohngebieten festgestellt worden.

Auch Touristen harrten stundenlang vor ihren Hotels im Freien aus. "Ich war gerade in der Badewanne, als ich eine sehr starke Erschütterung spürte", berichtete ein Urlauber aus Mexiko-Stadt, der nur mit einem Badehandtuch bekleidet war. "Ich hatte Angst und habe geschrien", sagte der Mann, der mit seiner 86-jährigen Mutter aus seinem Hotelzimmer im elften Stock flüchtete.

In Acapulco wurden Notunterkünfte in Sporthallen eingerichtet. In der Stadt Chilpancingo öffnete auch eine Kirche ihre Türen für Familien aus beschädigten Häusern, wie der Zivilschutz mitteilte.

Auch in Mexiko-Stadt liefen Bewohner und Touristen auf die Straße. "Ich habe große Angst. Ich weiß nicht, ob ich heute Nacht schlafen kann", sagte die 49-jährige Laura Villa, die ohne Schuhe auf der Straße stand. Nach Angaben von Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum gab es aber auch in der Hauptstadt keine größeren Schäden.

Mexiko grenzt an den Atlantischen und den Pazifischen Ozean und ist eines der seismisch aktivsten Länder der Welt. Das Staatsgebiet erstreckt sich über insgesamt fünf tektonische Platten.

Im September 1985 wurden bei einem Beben der Stärke 8,1 in Mexiko-Stadt mehr als 10.000 Menschen getötet und hunderte von Gebäuden zerstört. Im Jahr 2017 starben bei einem Beben der Stärke 7,1 rund 370 Menschen, die meisten in der Hauptstadt.

(W.Uljanov--DTZ)

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