Deutsche Tageszeitung - Russischer Katastrophenschutzminister bei Unfall ums Leben gekommen

Russischer Katastrophenschutzminister bei Unfall ums Leben gekommen


Russischer Katastrophenschutzminister bei Unfall ums Leben gekommen
Russischer Katastrophenschutzminister bei Unfall ums Leben gekommen / Foto: ©

Der russische Katastrophenschutzminister Jewgeni Sinitschew ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Sinitschew sei bei einer Übung zum Schutz der Arktis im sibirischen Norilsk gestorben, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Mittwoch unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium in Moskau. Der 55-Jährige habe das Leben eines anderen Menschen gerettet und sei dabei selbst "auf tragische Weise" ums Leben gekommen.

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Nach Angaben der gut vernetzten Chefredakteurin des Fernsehsenders RT, Margarita Simonjan, hatte Sinitschew zusammen mit einem Kameramann auf einer Klippe gestanden. Der Kameramann sei ausgerutscht und ins Wasser gefallen, schrieb Simonjan im Messengerdienst Telegram. Sinitschew sei dem Mann hinterhergesprungen und auf einen Felsen gestürzt.

Sinitschew war seit Mai 2018 Minister für Katastrophenschutz und gehörte auch dem russischen Sicherheitsrat an. Präsident Wladimir Putin wurde über den seinen Tod informiert, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten sagte.

Sinitschew, der in den letzten Jahren der Sowjetunion beim Geheimdienst KGB gearbeitet hatte, war von 2006 bis 2015 bei Putins Personenschutz beschäftigt. Danach war er Vizechef des Inlandsgeheimdienstes FSB und Gouverneur der Exklave Kaliningrad.

An der zweitägigen Übung, bei der nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums Notfälle in der russischen Arktis trainiert wurden, hatten seit Dienstag mehr als 6000 Menschen in Norilsk und mehreren anderen Städten teilgenommen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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