Deutsche Tageszeitung - Vermeintlich rassistischer Angriff auf Statue erweist sich als harmlos

Vermeintlich rassistischer Angriff auf Statue erweist sich als harmlos


Vermeintlich rassistischer Angriff auf Statue erweist sich als harmlos
Vermeintlich rassistischer Angriff auf Statue erweist sich als harmlos / Foto: ©

Ein vermeintlich rassistischer Angriff auf eine Statue einer Sklavin in Bordeaux hat sich als harmlos erwiesen. Ein Kunststudent habe ohne Erlaubnis einen Gipsabdruck von der Statue nehmen wollen, teilte die Stadt am Dienstag mit. Am Vortag hatte die Stadt noch eine Strafanzeige angekündigt, weil es aussah, als habe jemand aus rassistischen Motiven die Statue mit weißer Farbe beschmiert.

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Das Denkmal am Ufer der Garonne zeigt die afrikanische Sklavin Modeste Testas. Sie war im 18. Jahrhundert von zwei Brüdern in Bordeaux gekauft worden und arbeitete auf der karibischen Insel Hispaniola auf einer Zuckerplantage.

Nach dem Tod ihres französischen Besitzers kam sie frei und ließ sich im westlichen Teil Hispaniolas - dem heutigen Haiti - nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

Ihre Statue soll an ein dunkles Kapitel der westfranzösischen Stadt erinnern. Bordeaux war eine der größten Drehscheiben Frankreichs für den Handel mit Sklaven aus Afrika, die nach Amerika verschifft wurden.

Die Statue wurde im Mai 2019 eingeweiht. Testas’ haitianische Nachkommen nahmen an der Zeremonie teil.

(O.Tatarinov--DTZ)

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