Deutsche Tageszeitung - Kleines Beuteltier in Australien vor dem Aussterben gerettet

Kleines Beuteltier in Australien vor dem Aussterben gerettet


Kleines Beuteltier in Australien vor dem Aussterben gerettet
Kleines Beuteltier in Australien vor dem Aussterben gerettet / Foto: ©

In Australien ist ein kleines nachtaktives Beuteltier vor dem Aussterben gerettet worden. Der Tasmanische Langnasenbeutler, der früher nicht nur auf der Insel Tasmanien, sondern auch im Bundesstaat Victoria auf dem australischen Festland verbreitet war, wurde in Victoria nach dem erfolgreichen Abschluss eines Zucht- und Auswilderungsprogramms von der Liste der in freier Wildbahn ausgestorbenen Tiere genommen, wie Victorias Umweltministerin Lily D’Ambrosio am Mittwoch verkündete.

Textgröße ändern:

Der Langnasenbeutler war durch Füchse, Katzen und die Zerstörung seines Lebensraums in den weiten Grasflächen Victorias fast vollständig ausgerottet worden. 1989 gab es nur noch 150 Exemplare. Dann wurde zur Erhaltung der Art ein teueres Zucht- und Auswilderungsprogramm gestartet, das nun nach mehr als 30 Jahren eingestellt werden konnte. Nach Behördenangaben wird die Population in Victoria nun wieder auf 1500 Tiere geschätzt.

Damit gilt die Art zwar immer noch als gefährdet - ebenso der Bestand auf Tasmanien. Umweltministerin D’Ambrosio würdigte den Erhaltungserfolg trotzdem als "unglaubliche Premiere" in Australien. Die auf gefährdete Arten spezialisierte Biologin Amy Coetsee sagte, die Rettung des Langnasenbeutlers zeige, "dass wir mit Ausdauer, Entschlossenheit und Unterstützung der Regierung den Kampf gegen das Aussterben gewinnen können".

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Panamas Staatschef: Erdbeben ist eine "große Katastrophe"

Nach dem schweren Erdbeben in Panama hat der Präsident des mittelamerikanischen Landes, José Raúl Mulino, von einer "großen Katastrophe" gesprochen. "Die Katastrophe, mit der wir uns konfrontiert sehen, ist groß", sagte der Staatschef am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten. Nach dem Beben der Stärke 7,7 gebe es Straßen, die "komplett eingestürzt" seien. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung fordert weltweite Abkehr von Todesstrafe

Inmitten von Kontroversen über Hinrichtungen in den USA hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Lars Castellucci (SPD), auf die Abschaffung der Todesstrafe überall in der Welt gedrungen. "Die Todesstrafe ist mit der Würde des Menschen unvereinbar, denn sie ist eine unmenschliche und besonders grausame Form der Bestrafung", erklärte Castellucci am Samstag zum Welttag gegen die Todesstrafe. Deutschland und alle anderen EU-Mitgliedstaaten lehnten die Todesstrafe "unter allen Umständen" ab.

US-Politiker und UNO fordern Verzicht auf geplante Liveübertragung einer Hinrichtung

In den USA wächst der Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth, auf die angekündigte Liveübertragung der Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Attentäters zu verzichten. US-Vizepräsident JD Vance äußerte am Freitag Zweifel und sagte, er werde sich einen Livestream nicht anschauen. Republikaner wie auch Demokraten im Kongress erklärten, eine öffentliche Hinrichtung erinnere an autoritäre Regierungen und Extremisten. Das UN-Menschenrechtskommissariat sprach von einer Art "Folter".

Gericht: Internetanbieter muss Pornoseiten vorerst nicht in Deutschland sperren

Ein großer Internetanbieter muss zwei Pornografieplattformen eines Anbieters aus Zypern laut einer Gerichtsentscheidung vorerst nicht für Nutzer in Deutschland sperren. Die nordrhein-westfälische Landesanstalt für Medien dürfe dem Internetanbieter die Sperrung der Plattformen vorläufig nicht auferlegen, teilte das Oberverwaltungsgericht in Münster am Freitag mit. Damit bestätigte das Gericht vorläufig mit zwei Eilbeschlüssen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf.

Textgröße ändern: