Deutsche Tageszeitung - Produzenten von geplanter Reality-Show "The Activist" machen Rückzieher

Produzenten von geplanter Reality-Show "The Activist" machen Rückzieher


Produzenten von geplanter Reality-Show "The Activist" machen Rückzieher
Produzenten von geplanter Reality-Show "The Activist" machen Rückzieher / Foto: ©

Nach einem Aufschrei der Empörung haben die Produzenten der geplanten US-Reality-Wettbewerbsshow "The Activist" zu gemeinnützigem Engagement einen Rückzieher gemacht. "Die Bemühungen für weltweiten Wandel sind kein Wettbewerb", erklärten der US-Sender CBS, die Nichtregierungsorganisation Global Ciziten und die Produktionsfirma Live Nation am Donnerstagabend (Ortszeit).

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Es sei deutlich geworden, dass das geplante Format, bei dem Aktivisten aus aller Welt gegeneinander antreten sollten, von deren wichtiger Arbeit ablenke. Anstelle der Wettbewerbsshow soll jetzt eine Dokumentation entstehen.

CBS hatte das Forma "The Activist" vergangene Woche angekündigt. Fernsehzuschauer sollten die Bemühungen von sechs Protagonisten verfolgen, die versuchen, "echte Veränderung in einem von drei lebenswichtigen globalen Bereichen herbeizuführen: Gesundheit, Bildung und Umwelt". Der "Erfolg" der Kandidaten sollte an der Wahrnehmung ihrer Aktivitäten in Online-Medien sowie durch die Moderatoren gemessen werden.

Das Finale sollte am Rande des G20-Gipfels Ende Oktober in Rom stattfinden. Als Gastgeber waren unter anderem der Sänger Usher und die Schauspielerin Priyanka Chopra vorgesehen.

Das Format sorgte umgehend für scharfe Kritik: Viele warfen dem Sender vor, gesellschaftliches Engagement in einer Art Castingshow als Spiel und Wettkampf darzustellen.

"Könnten sie das Geld nicht direkt an Aktivisten geben, anstatt Aktivismus in ein Spiel zu verwandeln und einen Bruchteil des benötigten Geldes in einen ’Preis’ zu investieren? Menschen sterben", schrieb die sozial engagierte Schauspielerin Jameela Jamil im Onlinedienst Twitter. "Es ist schwer genug, für eine Sache zu kämpfen. Und dann muss man für einen Haufen Millionäre tanzen und singen", kritisierte auch die US-Politikerin Nabilah Islam.

Die als Moderatorin vorgesehene Schauspielerin Chopra entschuldigte sich nun. "Die Show lag falsch, und es tut mir Leid, dass meine Beteiligung viele von euch enttäuscht hat", schrieb sie auf Twitter.

(N.Loginovsky--DTZ)

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