Deutsche Tageszeitung - Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch"

Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch"


Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch"
Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers verurteilt Drittimpfungen als "unethisch" / Foto: ©

Der Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers hat angesichts der Vakzin-Knappheit in armen Ländern Corona-Auffrischungsimpfungen kritisiert. "Es ist unethisch, jemandem drei Dosen zu verabreichen, wenn andere in bestimmten Ländern und Bevölkerungsgruppen noch nicht einmal zwei Dosen erhalten haben", sagte Adar Poonawalla, Geschäftsführer des Serum Institute of India (SII) am Freitag.

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Israel hatte als erstes Land damit begonnen, jedem Bürger eine Auffrischungsimpfung anzubieten, mehrere europäische Länder bieten Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Versorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen stockt hingegen immer noch, Millionen Menschen haben dort noch nicht einmal ihre erste Impfung erhalten.

Das SII stellt monatlich 160 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca unter dem Namen Covishield her. Um die Produktion zu steigern, wird das Unternehmen für 4,9 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) Anteile an dem konkurrierenden Pharmaunternehmen Biocon Biologics übernehmen, wie Poonawalla am Freitag ankündigte. Ab Oktober sollen dann monatlich 200 Millionen Impfdosen produziert werden.

(Y.Leyard--DTZ)

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