Deutsche Tageszeitung - Autobahn 9 in Mittelfranken wegen mutmaßlicher Geiselnahme voll gesperrt

Autobahn 9 in Mittelfranken wegen mutmaßlicher Geiselnahme voll gesperrt


Autobahn 9 in Mittelfranken wegen mutmaßlicher Geiselnahme voll gesperrt
Autobahn 9 in Mittelfranken wegen mutmaßlicher Geiselnahme voll gesperrt / Foto: ©

In Mittelfranken ist die Autobahn A9 am Dienstagabend wegen einer mutmaßlichen Geiselnahme in einem Reisebus voll gesperrt worden. Die Polizei nahm einen 30-jährigen Tatverdächtigen fest. Zuvor sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Fahrgästen in dem serbischen Bus gekommen.

Textgröße ändern:

Der Bus hatte am Abend auf dem Weg Richtung Serbien nach einem Streit zwischen mehreren Fahrgästen auf dem Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding gehalten, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Fahrgäste seien ausgestiegen. Drei Busfahrer sowie der Tatverdächtige seien im Bus geblieben. Der Mann soll eine Waffe bei sich getragen haben.

Bei dem Streit seien zwei Menschen leicht verletzt worden. Laut Zeugenaussagen kam es im weiteren Verlauf "zu einer Bedrohungslage".

Die Polizei sperrte daraufhin die A9 vollständig in beide Richtungen zwischen den Anschlussstellen. Eine Vielzahl von Einsatzkräften, darunter das SEK, rückten an. Im Verlauf versuchten speziell ausgebildete Beamte mit dem möglicherweise bewaffneten Mann Kontakt aufzunehmen.

Nachdem einer der Busfahrer auf dem Handy erreicht werden konnte, seien die Busfahrer aus dem Bus gekommen. Der 30-Jährige konnte nach Polizeiangaben um 21.30 Uhr widerstandslos festgenommen werden. Eine Waffe sei jedoch nicht gefunden worden, erklärte die Polizei.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Medienbericht: Geheimes Waffenlager bei Berlin gefunden

Die Sicherheitsbehörden haben einem Medienbericht zufolge in der Nähe von Berlin ein geheimes Waffenlager gefunden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz gehe davon aus, dass es im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde, berichteten Norddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. In dem Depot in einem Wald in Brandenburg seien zwei Handfeuerwaffen gelagert worden.

"Anstiftung zur Subversion": Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong verurteilt

Wegen "Anstiftung zur Subversion" sind in Hongkong zwei Organisatoren von jährlichen Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz verurteilt worden. Die 41-jährige Chow Hang-tung und der 69-jährige Lee Cheuk-yan hätten andere Menschen zu "illegalen" Aktionen angestachelt, erklärten die Richter am Freitag in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Den beiden Demokratie-Aktivisten drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft. Menschenrechtsgruppen kritisierten das Urteil scharf.

Waldbrände: SPD spricht sich für besondere Auszeichnung für Feuerwehrleute aus

Nach mehreren schweren Waldbränden in Deutschland will die SPD Feuerwehrleute mit einer besonderen Auszeichnung ehren. "Feuerwehrmänner und -frauen riskieren Leib und Leben, um Existenzen und Menschenleben vor Feuersbrünsten zu retten und in Katastrophenlagen Hilfe zu leisten", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Dies geschehe oft ehrenamtlich. "Es ist höchste Zeit, diesen herausragenden Einsatz für die Gesellschaft deutlicher anzuerkennen."

Zwei Tote bei schweren Unwettern in mehreren Bundesländern

Die schweren Unwetter haben in Deutschland insgesamt zwei Todesopfer gefordert. Am Mittwochabend wurde in Rheinland-Pfalz eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, am Donnerstagmorgen in Thüringen ein Mann von herabfallenden Ästen. Für Donnerstagnachmittag und Freitag kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) weitere vereinzelte Gewitter an.

Textgröße ändern: