Deutsche Tageszeitung - Ausgangssperre für mehrere Stadtteile auf La Palma aus Angst vor giftigen Gasen

Ausgangssperre für mehrere Stadtteile auf La Palma aus Angst vor giftigen Gasen


Ausgangssperre für mehrere Stadtteile auf La Palma aus Angst vor giftigen Gasen
Ausgangssperre für mehrere Stadtteile auf La Palma aus Angst vor giftigen Gasen / Foto: ©

Aus Angst vor giftigen Gasen nach dem Vulkanausbruch auf La Palma sind die Bewohner mehrerer Stadtteile auf der Kanareninsel angewiesen worden, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Einwohner vierer Stadtviertel von Tazacorte sollten zuhause bleiben und Türen und Fenster geschlossen halten, erklärte die Katastrophenschutzbehörde der Kanarischen Inseln am Montagmorgen.

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Grund sei, dass der Lavastrom des Vulkans Cumbre Vieja voraussichtlich "in den kommenden Stunden" das Meer erreichen werde und dabei "gesundheitsschädliche Gase" freigesetzt werden könnten.

Ursprünglich sollte der Lavastrom bereits am Montag vergangener Woche das Meeresufer erreichen, die Fließgeschwindigkeit verlangsamte sich dann jedoch. Am Sonntagabend befand die Spitze des Lavastroms sich noch rund 1,6 Kilometer von der Küste entfernt und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von rund 100 Metern pro Stunde vorwärts.

Geologen warnen vor dem Entstehen giftiger Gase, wenn die Lava ins Meer fließt. Auch Explosionen glühender Lavabrocken und kochend heiße Flutwellen sind demnach möglich.

Der Cumbre Vieja war vor einer Woche zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen und hatte schwere Schäden angerichtet. Fast 500 Häuser wurden seither zerstört, die Lava bedeckt inzwischen eine Fläche von rund 212 Hektar. Mehr als 6000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Flugverkehr von und nach La Palma ist aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt.

Der Cumbre Vieja verstärkte seit seinem Ausbruch in den vergangenen Tagen seine Aktivität, mehrere neue Öffnungen taten sich auf, ein Teil seines Kegels brach ab.

(A.Nikiforov--DTZ)

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