Deutsche Tageszeitung - Elf Festnahmen bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in drei Bundesländern

Elf Festnahmen bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in drei Bundesländern


Elf Festnahmen bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in drei Bundesländern
Elf Festnahmen bei Großrazzia gegen organisierte Kriminalität in drei Bundesländern / Foto: ©

Bei einer Razzia gegen Mitglieder eines international agierenden Geldwäschenetzwerks in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sind elf Beschuldigte festgenommen worden. Seit dem frühen Mittwochmorgen durchsuchten mehr als tausend Beamte insgesamt über 80 Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäftsobjekte in 25 Städten, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte. Neben Spezialeinheiten waren auch mehrere Einsatzhundertschaften sowie Drogen- und Geldspürhunde beteiligt.

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Demnach wurden umfangreiche Beweismittel und Vermögenswerte im Gesamtwert von über zwei Millionen Euro beschlagnahmt, darunter Luxusautos, hochwertige Uhren, Gold und Schmuck. In einigen Städten dauerten die Maßnahmen noch an.

Der Großeinsatz richtete sich den Angaben zufolge gegen 67 mutmaßliche Mitglieder eines seit 2016 international agierenden Netzwerks. Im Rahmen eines weit verzweigten Geflechts von Waren- und Geldflüssen sollen sie unerlaubte Zahlungsdienste erbracht und Gelder aus Straftaten gewaschen haben. Nach vorläufiger Schätzung beträgt das Transaktionsvolumen im Ermittlungszeitraum rund 140 Millionen Euro.

Den Beschuldigten wird auch vorgeworfen, zu Unrecht Sozialleistungen zu beziehen, sozialversicherungsrechtlichen und steuerlichen Pflichten nicht nachzukommen und sich bei der Verschleierung dessen gegenseitig zu helfen. Die Tatvorwürfe erstrecken sich darüber hinaus auch auf Gewalttaten wie bewaffneten Raub und Geiselnahme, die zur Eintreibung von bestehenden und vermeintlichen Forderungen begangen würden.

Gegen einen der Beschuldigten, ein in Nordrhein-Westfalen wohnender 39-jähriger syrischer Staatsangehöriger, wurde nach Polizeiangaben zudem ein Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vollstreckt. Der Mann sei verdächtig, sich 2013 in Syrien der Gruppierung Dschabhat al-Nusra angeschlossen und einen Kampfverband angeführt zu haben.

(A.Stefanowych--DTZ)

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