Deutsche Tageszeitung - Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Großraum Tokio

Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Großraum Tokio


Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Großraum Tokio
Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Großraum Tokio / Foto: ©

Die japanische Hauptstadt Tokio und ihre Umgebung sind von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,1 ereignete sich nach Angaben der japanischen Meteorologie-Behörde am Donnerstagabend um 22.41 Uhr (Ortszeit; 15.41 Uhr MESZ). Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Auch Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. In hunderten Haushalten in Tokio fiel der Strom aus.

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Das Zentrum des Bebens lag der Meteorologie-Behörde zufolge in der Präfektur Chiba östlich von Tokio in einer Tiefe von 80 Kilometern. Die US-Erdbebenwarte USGS stufte die Stärke des Bebens mit 5,9 etwas schwächer ein. Seine Tiefe gab USGS mit 61 Kilometern an.

Das Beben brachte Gebäude ins Wanken. Der Zugverkehr wurde als Vorsichtsmaßnahme ausgesetzt. Größere Auswirkungen durch das Beben gab es laut örtlichen Medienberichten aber weder in der Hauptstadt noch im Großraum von Tokio. Die in der betroffenen Region gelegenen Atomkraftwerke wurden überprüft, auch von dort wurden zunächst aber keine Auffälligkeiten gemeldet.

Der erst in dieser Woche zum Regierungschef gewählte Fumio Kishida rief die Menschen im Onlinedienst Twitter auf, "Maßnahmen zu ergreifen, um Ihr Leben zu schützen". Gleichzeitig sollten die Menschen die "aktuellen Informationen" der Behörden im Blick behalten. Zuvor waren die Bewohner der betroffenen Region über Warnmeldungen auf ihren Handys vor dem Erdbeben gewarnt worden.

Japan liegt auf dem "Pazifischen Feuerring" mit intensiver seismischer Aktivität und wird regelmäßig von Erdbeben getroffen. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Beben der Stärke 6,1 die Nordwestküste des Landes erschüttert. Schäden gab es nicht.

Wegen der hohen Erdbebengefahr gelten in Japan äußerst strenge Bauvorgaben, die Häuser auch vor starken Erschütterungen schützen sollen. Bis heute werden aber viele Japaner von der Erinnerung an das schwere Erdbeben heimgesucht, das vor gut zehn Jahren die verheerende Tsunami- und Reaktorkatastrophe von Fukushima zur Folge hatte. Durch den Tsunami kamen etwa 18.500 Menschen ums Leben.

(O.Tatarinov--DTZ)

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