Deutsche Tageszeitung - Verkauf von 400 Kleidungsstücken des Schriftstellers García Márquez

Verkauf von 400 Kleidungsstücken des Schriftstellers García Márquez


Verkauf von 400 Kleidungsstücken des Schriftstellers García Márquez
Verkauf von 400 Kleidungsstücken des Schriftstellers García Márquez / Foto: ©

Fans des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez dürfen sich freuen: 400 Kleidungsstücke aus der persönlichen Garderobe des Autors werden in der kommenden Woche in Mexiko zum Verkauf angeboten, wie dessen Familie am Freitag mitteilte. Der Erlös komme einer Stiftung zugute, die Kinder aus indigenen Gemeinden im Süden Mexikos unterstützt.

Textgröße ändern:

Die Veranstaltung unter dem Motto "Die Garderobe von García Márquez" findet den Angaben zufolge anlässlich der Eröffnung eines Kulturzentrums im Süden Mexikos statt, wo der Nobelpreisträger viele Jahre lang lebte und arbeitete. Die Stücke, die zum Verkauf angeboten werden, seien von Márquez’ Enkelin Emilia García Elizondo ausgesucht worden. Sie wird auch das künftige Kulturzentrum leiten.

Der Schriftsteller und Journalist habe "Lieblingsschneider und Lieblingsdesigner" gehabt, erklärte seine Enkelin. Einige der Kleidungsstücke weisen demnach authentische "kleine Spuren von seinem Leben als Schriftsteller" auf: In einer Jackentasche befinde sich etwa ein Stift, mit dem der Autor seine Bücher signiert habe. Ein anderes Kleidungsstück habe einen Tintenfleck.

Auch einige Tweed-Jacken, die als Markenzeichen des Schriftstellers gelten, werden verkauft. Unter den Stücken sind auch einige Gegenstände von Márquez’ Frau Mercedes Barcha. Das Kleidungsstück, das sie trug, als ihr Mann 1982 den Nobelpreis für Literatur erhielt, werde jedoch nur ausgestellt und nicht zum Verkauf angeboten.

García Márquez’ bekanntestes Werk ist die vor 50 Jahren veröffentlichte Familiensage "Hundert Jahre Einsamkeit". Den Literaturnobelpreis erhielt er 1982. Der Schriftsteller starb 2014 in Mexiko-Stadt.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

30 Jahre nach Mord an Tupac Shakur: Prozess in Las Vegas begonnen

Drei Jahrzehnte nach dem Mord an dem legendären US-Rapper Tupac Shakur hat in Las Vegas mit der Auswahl der Geschworenen der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher begonnen. Angeklagt ist der frühere Gang-Anführer Duane "Keffe D" Davis, der die Tötung im Jahr 1996 in Auftrag gegeben haben soll. Beobachter erwarten aber nicht, dass in dem Verfahren geklärt werden kann, wer die tödlichen Schüsse auf Shakur abgab.

Mindestens 111 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien

Bei einem verheerenden Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 111 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 87 weitere Menschen wurden am Montag bei dem Beben der Stärke 7,4 verletzt, wie der neue Präsident Abelardo de la Espriella sagte. Der Staatschef sprach von tausenden beschädigten oder zerstörten Häusern und rief den Katastrophenfall aus. Besonders hart getroffen wurde die auch bei Touristen beliebte Kaffee-Anbauregion im Westen des Landes.

Mindestens 111 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien - Katastrophenfall ausgerufen

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 111 gestiegen. 87 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella am Montag. Der Staatschef, der erst am Freitag sein Amt angetreten hatte, rief den Katastrophenfall aus. Tausende Häuser seien zerstört oder beschädigt worden, sagte er.

Russische Oppositionspartei Jabloko von Parlamentswahl ausgeschlossen

Russlands Oberster Gerichtshof hat die einzige offen kriegskritische Oppositionspartei des Landes, Jabloko, von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Einem entsprechenden Antrag werde stattgegeben, erklärte der zuständige Richter am Montag. Jabloko-Parteichef Nikolaj Rybakow kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Textgröße ändern: